Mörbisch ohne Sprit. Sein Alter und sinkende Umsätze nennt Michael Toth als Gründe, warum er mit Jahresende Mörbischs Tankstelle zumachte.

Von Nina Sorger. Erstellt am 07. Januar 2017 (05:25)
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Ende. Da sich die Umsätze für Besitzer Michael Toth nicht mehr auszahlten, war mit Jahresende auch Schluss in der Mörbischer Tankstelle.
BVZ, Sorger

Eine schlechte Nachricht für Mörbischer Autofahrer: Mit Jahresbeginn schloss die einzige Tankstelle des Ortes.

„Wenn ich an einem Sonntag offen hatte, musste ich nur draufzahlen“

Michael Toth schließt seine Tankstelle

„Überraschend“ sei dieser Entschluss gekommen, erklärt Michael Toth, der die Tankstelle 50 Jahre lang betrieben hat: „Zum einen habe ich längst das Alter, um in Pension zu gehen – ich bin 75, und irgendwann geht es halt nicht mehr. Andererseits ist der Umsatz zurückgegangen.“

Der Tankstellenbesitzer konkretisiert: „Wenn ich an einem Sonntag offen hatte, musste ich nur draufzahlen, weil nur wenige Kunden vorbeikamen. Das zahlt sich nicht mehr aus.“

Einen Nachfolger gibt es nicht, denn Toth, dessen Wohnbereich an die Tankstelle angrenzt, hat nicht vor, diese zu verpachten.

Mörbischs Bürgermeister bedauert die Schließung, denn: „Es ist natürlich nicht gut, dass wir jetzt tankstellenlos sind – weder für die Mörbischer selber, noch für unsere Gäste. Denn die nächste Tankstelle befindet sich in Rust.“

In der Gemeinde wolle man sich „bemühen, da eine Lösung zu finden, dass sich irgendwann vielleicht wieder ein Tankstellenbetreiber ansiedelt“, so der Bürgermeister.