Baden und Wakeboarden in Klingenbach. Bei der ersten Wakeboard-Anlage von Weltmeister Gerald Maurer kann man einfach die Seele baumeln lassen.

Von Lisa-Marie Zehetbauer. Erstellt am 27. August 2021 (11:23)

Wer schon immer einmal Wakeboarden wollte, ist bei Gerald Maurers „Wakeground“ in Klingenbach genau richtig. Im Jahr 2017 ließ der erste Wakeboard-Weltmeister Österreichs hier einen Wakepark erbauen.

Der künstlich angelegte See besteht aus zwei Loric Gatewake Anlagen mit einer Höhe von neun Metern.

„Aufgrund der manuellen Steuerung der zwei Anlagen kann auf die Fähigkeiten der einzelnen Personen individuell eingegangen werden. Mühsames Retourschwimmen fällt bei diesem Wakepark weg, nach einem Sturz wird man wieder behutsam aus dem Wasser gezogen und weiter geht’s. Somit bietet diese Anlage für Personen aller Altersgruppen die perfekte Möglichkeit diesen Sport zu erlernen. Der jüngste Wakeboarder war bisher drei Jahre, der älteste 78 Jahre alt“, berichtet Gerald Maurer.

Für diejenigen, die nicht aufs Wasser wollen, gibt es die Möglichkeit abseits der Wakeboardanlage ins kühle Nass zu springen. Der eigens auf dem Gelände angelegte Badeteich bietet hierfür die perfekte Gelegenheit. Außerdem kann man sich in den Liegestühlen und Hängematten die Zeit vertreiben und entspannen.

Wer Hunger oder Durst bekommt, kann sich in dem kleinen, aber feinen Restaurant kulinarisch verwöhnen lassen. Aber auch die ganz Kleinen kommen nicht zu kurz. Neben einem Motorikpark gibt es auch einen eingezäunten Kinderspielplatz.

„Das ist ja wie Urlaub hier“

Auf die Frage, was den Wakepark von anderen unterscheidet, antwortet Gerald Maurer: „Der Wakeground ist so besonders, da die familiäre Atmosphäre jeden anspricht, sobald er oder sie am Areal ist. Jeder ist willkommen, egal ob Profisportler oder blutiger Anfänger. Und auch wenn man nicht selbst aufs Wasser will, so lädt das gemütliche Ambiente zum Verweilen ein. Das Häufigste, das man hier von Neukunden zu hören bekommt ist: ,Das ist ja wie Urlaub hier‘ - und genau das wollen wir vermitteln.“ Doch, bevor Gerald Maurer seinen Wakepark eröffnete, war er mitten im Wettkampfgeschenen. Nach dem dritten Platz beim Europacupfinale, holte er sich im Jahr 2012 den Titel Weltmeister in der Kategorie „Masters Men“.

Gerald Maurer denkt an diese Zeit zurück: „Die Zeit in der Wettkampfszene war wunderschön. Auch wenn es sich hier um eine Randsportart handelt, von der man in Österreich bisher kaum leben kann, so wurden auch damals bereits Reisespesen nach Australien oder die Philippinen oder die Kosten für Trainingslager in Florida übernommen. Somit hatte ich durch diese Sportart bereits während meiner Jugend und Studienzeit die Möglichkeit, sehr viel von der Welt kennenzulernen.“

Weltmeistertitel kam 2012

In den vergangenen Jahren hat sich der Wakeboarder aus Leidenschaft weitgehend von der Wettkampfszene verabschiedet. Dies sei vor allem dem Zeitmangel geschuldet. Mit seiner Ehefrau Katharina durfte er die Geburt der gemeinsamen Töchter Lia und Ella erleben. Auch der Bau der Wakeboard-Anlange war schon ein lang gehegter Traum des Sportlers. Er suchte bereits vor etwa fünf Jahren nach einem passenden Areal für eine Wakeboardanlage im Osten von Österreich. 2015 wurde er schlussendlich in Klingenbach fündig. Nach einer eineinhalb Jahre langen Genehmigungsphase konnte schließlich im August 2017 die Wakeboardanlage eröffnet werden.

Aktuell befindet sich Gerald Maurer in der Genehmigungsphase zur Errichtung von zehn Mobile Homes, um ab 2022 Schulsportwochen und Feriencamps mit Übernachtung auch für Kinder anbieten zu können.

„Wir hoffen, dies möglichst zügig über die Bühne zu bekommen, um die Saison 2022 bereits mit diesen Möglichkeiten zu starten“, so Maurer.