Ungarn baut Autobahn in Richtung A3. Auf ungarischer Seite wird bereits bis zur Grenze gebaut. Im Burgenland gibt es gleichzeitig noch keine offiziellen Pläne.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 24. Juli 2019 (06:35)
BVZ
In Oslip, Rust und St. Margarethen wird der Verkehr gezählt.

Auf ungarischer Seite wird derzeit am Ausbau der Autobahn gearbeitet, was auch Auswirkungen auf den Grenzübergang St. Margarethen hat. Von 17. Juli bis 10. August kommt es zu einer Totalsperre der Fahrbahn. Von 11. bis 21. August ist die B5 zwischen St. Margarethen und Ungarn offen und ungehindert befahrbar und von 22. August bis auf Weiteres nur einspurig befahrbar.

„Mir ist eine Verbindung überall anders lieber, als bei uns“Klingenbachs Bürgermeister Richard Frank

Die Bauarbeiten an der Nordumfahrung von Sopron auf ungarischer Seite werfen Spekulationen auf. Gerüchten zufolge sind zwei mögliche Anschlussstellen auf ungarischer Seite im Gespräch. So könnte eine Anbindung bei St. Margarethen stattfinden. Aber auch eine Anbindung bei Klingenbach steht im Raum.

Open Streetmap/Grafik: Bischof
Die Umfahrung Sopron könnte zwischen Siegendorf und St. Margarethen oder süd-westlich von Klingenbach über die Grenze nach Österreich führen.Karte: Open Streetmap/Grafik: Bischof

Klingenbachs Bürgermeister Richard Frank (SPÖ) hört davon zum ersten Mal. „Mir ist eine Verbindung überall anders lieber, als bei uns“, fasst Richard Frank zusammen. Da keine konkreten Pläne aufliegen, kann er dazu auch keine Stellung beziehen.

„Ich mache mir erst Gedanken, wenn etwas am Tisch liegt“, lässt Klingenbachs Ortschef wissen. Für ihn ist das alles spekulativ und durch solche Diskussionen werde nur Panik in der Bevölkerung gemacht.

Scheuhammer: „Hände weg vom Schwerverkehr!“

Dass auf ungarischer Seite die Straße in Richtung Kophaza verbreitert wird, ist Trausdorfs Bürgermeister Viktor Hergovich (SPÖ) bekannt. Von den anderen Plänen weiß er aber nichts. Auch sein Siegendorfer Amtskollege Rainer Porics kennt die Gerüchte nicht. „Mein letzter Stand ist der von vor zwei Jahren“, versichert Bürgermeister Rainer Porics (SPÖ).

BVZ
Der Grenzübergang bei St. Margarethen ist bis 10. August gesperrt.

Ähnlich die Auskunft bei St. Margarethens Bürgermeister Eduard Scheuhammer (ÖVP): „Ich möchte mich nicht an Spekulationen beteiligen, mir sind keine Pläne des Landes bekannt.“ Eines sei ihm aber wichtig: „Hände weg vom Schwerverkehr!“ Das habe er auch bei Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) betont.

In seiner Skepsis bestätigt sieht sich unterdessen Oslips Ortschef Stefan Bubich (ÖVP), der bereits 2017 vor möglichen Umfahrungsplänen und der Öffnung der L210 für den Schwerverkehr warnte: „Damals hat man mir noch unterstellt, ich fantasiere. “

Die Gerüchteküche zusätzlich angeheizt hat die derzeit laufende Verkehrszählung in einigen Gemeinden entlang der B52 sowie auf drei Landesstraßen (L210, L209, L316). Aus dem Büro von Landesrat Dorner, zuständig für Vekehr, heißt es dazu: „Die Boxen, die derzeit das Verkehrsaufkommen messen, sind Teil einer generellen Messung und stehen noch bis Ende August.“ Elf dieser Boxen, die auch zwischen zwischen Lkw und Autos unterscheiden können, stehen etwa in Trausdorf, Rust und St. Margarethen.

Mehr zur Umfahrung Sopron lest ihr in der nächsten Ausgabe sowie hier in unserem weiteren Artikel zum Thema: