Region Leithaberg beschließt Glyphosat-Verzicht. Die glyphosatfreie Bewirtschaftung der LeithabergDAC Rebflächen ist seit gestern beschlossene Sache. Das freiwillige Verbot von glyphosathältigen Präparaten ist in Österreich bislang einzigartig.

Von Nina Sorger. Update am 15. Dezember 2017 (11:28)
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Vorstand v.l.n.r.: Stefan Tscheppe, Leo Sommer Jr., John Nittnaus, Andi Liegenfeld, Georg Prieler, Markus Altenburger, Hans Nehrer
Josef Siffert / LeithabergDAC

Glyphosat wird zur Vernichtung von Pflanzen eingesetzt, die zu landwirtschaftlichen Monokulturpflanzen in Konkurrenz stehen - unabhängig davon, ob diese der natürlichen Flora der Region angehören oder dem biologischen Gleichgewicht nützlich sind oder nicht. In der gestrigen Generalversammlung brachte der Vorstand den Vorschlag zur Beendigung des Glyphosateinsatzes in den Leithaberg Weingärten zur Abstimmung.

„Mit“ und nicht „gegen“ die Natur

Das Ergebnis der Abstimmung: Ein einstimmiger Beschluss für den Verzicht von Glyphosat. Weinliebhaber und Konsumenten können also ab dem Jahrgang 2018 ganz sicher sein, dass die LeithabergDAC Weingärten glyphosatfrei gearbeitet werden.

Dieser Beschluss ist für den Verein LeithabergDAC, dem naturnaher Weinbau seit jeher ein wichtiges Anliegen ist, logische Konsequenz. „Wir arbeiten in und mit der Natur. Der Boden und Biodiversität sind bei uns ganz zentrale Themen. Verzicht auf Gifte wie Glyphosat, steht für uns eigentlich nicht zur Diskussion und ist selbstverständlich“, bringt es der designierte Leithaberg-Obmann und Winzer Georg Prieler auf den Punkt.

Prüfung durch renommiertes Institut

Die vereinsinterne Richtlinie wird aber nicht nur durch Bewusstseinsbildung und Schulungen innerhalb des Vereins gefördert. Zusätzlich wird das renommierte Prüfinstitut Lacon, welches seit Jahrzehnten als externe Prüfstelle vor allem landwirtschaftliche Bio- Betriebe zertifiziert, die Einhaltung der Richtlinien kontrollieren. Wichtig war dem Verein mit einem unabhängigen Institut zu arbeiten, um uns und unseren Mitgliedern bestmögliche Beratung und unseren Konsumenten größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten“, so Prieler.