Keine Auflösung des Wulkaprodersdorfer Gemeinderats. Der Wulkaprodersdorfer Gemeinderat wird nicht aufgelöst, der Antrag scheiterte, die schlechte Stimmung aber bleibt.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 09. Juli 2019 (18:25)
WM
Bürgermeister Friedrich Zarits (ÖVP)

Es wirkte fast, als hätte Andreas Stipsits mit seiner Priesterweihe auch eine Art göttliche Vorhersehung erhalten. Der Wulkaprodersdorfer Jungpfarrer schickte nämlich vor der Gemeinderatsitzung am 4. Juli seine Mutter in die versammelte Runde, damit sie alle Parteien zu seiner Primiz einladen kann.

Mühlgasse ist weiterhin Streitpunkt in Gemeinde

Die Betonung liegt auf „alle“. Denn, so Mutter Stipsits, „der Herrgott kennt keine Farben“. Es sollte der letzte Applaus der Sitzung bleiben, er war dafür umso schallender.

BVZ
Gemeinderätin Sabine Szuppin (UDW)

Die harte, politische Realität kehrte schnell wieder ein, als Bürgermeister Friedrich „Fritz“ Zarits erklärte, wieso er als Bürgermeister bei der letzten Sitzung den Antrag gestellt hatte, den eigenen Gemeinderat aufzulösen.. Schnell war klar: Es geht nicht um Inhalte wie den Zuzug, sondern um die Kommunikation.

BVZ
Vizebürgermeister René Pint (SPÖ)

Die ist mehr als gestört. Beide Seiten, ÖVP hier und SPÖ mit Bürgerliste UDW da, hatten versucht im Umwidmungsstreit auf eigene Faust mit den Mühlgassen-Grundeigentümern zu verhandeln. Beide mit Verhandlungserfolgen, die die andere Seite schlichtweg nicht glaubte. Die Mühlgasse symbolisiert weiterhin den Riss, der durch die Gemeinde geht.