Leistbar Wohnen in Wimpassing. Wohnbauförderung, Handwerkerbonus und neue Plattform soll Privaten und Gemeinden bei Bau- und Sanierungsprojekten helfen.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 11. Februar 2021 (04:12)
Unterstützung. Bauen, Sanieren und Wohnen soll leistbar werden, mit Hilfe vom Land. Maßnahmen dazu stellte Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf mit Landesrat Heinrich Dorner (r.) und Wimpassings Bürgermeister Ernst Edelmann vor.
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Wohnen soll im Burgenland – besonders im Norden – wieder leistbarer werden. Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf und Landesrat Heinrich Dorner präsentierten dazu Änderungen bei der Wohnbauförderung und dem Raumplanungsgesetz. „Ein Ziel ist es, die Baulandreserve von 38 Prozent im Burgenland zu verringern“, wie Dorner erklärt.

Die Immobilien-Spekulationen sollen so hintangehalten werden. So wurde bereits im vergangenen Jahr beschlossen, Grundstücke, die nicht für Kinder und Enkel reserviert sind, zu versteuern. Das soll Besitzer motivieren, die Grundstücke zu verkaufen. Werden diese nicht verkauft, so können Bürgermeister bei Bedarf die Grundstücke etwa wieder in Grünland umwidmen. So kann ein anderes Gebiet in Bauland gewidmet werden, falls Bauplätze benötigt werden.

Zusätzlich zum schon im Vorjahr erhöhten Handwerkerbonus gibt es bei der Wohnbauförderung nun einen fixen Zinssatz von 0,9 Prozent und einen Ökobonus von 40 Prozent: „Je ökologischer man baut, desto mehr Förderungen kann man erhalten“, so Dorner. Die Begrünung auf Dächern oder Fassaden wird stärker gefördert und der Zuschuss erhöht. „Man kann nun auch schon Anträge für fünf Jahre alte Häuser einreichen“, erklärt Eisenkopf. Weiters wurden die maximal auslösbaren Summen verdoppelt: „auf 10.000 Euro bei baulichen, oder 14.000 Euro bei energieeffizienten Maßnahmen“, so Eisenkopf weiter. Bauliche Außenanlagen, etwa Zäune, Terrassen und ähnliches können nun ebenfalls zur Förderung eingereicht werden.

Für Gemeinden wurde „Projektentwicklung Burgenland“ (PEB) ins Leben gerufen, mit dieser können Gemeinden Bauvorhaben abwickeln. Die PEB hilft etwa bei behördlichen Wegen, wie Förderungen, Darlehen und ähnlichem. „Damit sollen Gemeinden entlastet werden. So wird derzeit auch eine Informationsplattform eingerichtet, auf der alle Informationen für Gemeinden bereitgestellt werden“, stellt Eisenkopf eine weitere Hilfe für Gemeinden vor.