Eisenstädter Bahnhofsrestaurant ausgeräumt: Haft. 18 Monate Haft für türkischen Staatsbürger, der Wett-Terminal im Bahnhofsrestaurant ausgeräumt haben soll.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 02. Oktober 2019 (04:40)
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Werner Müllner

Am 15. Februar und in der Nacht von 2. auf 3. März 2019 wurde ins Bahnhofsrestaurant in Eisenstadt eingebrochen.

Der Verdacht fiel auf einen 41-jährigen türkischen Staatsbürger, der ausgeforscht und am 19. Juni 2019 verhaftet werden konnte.

Vor Gericht hatte sich der Mann am ersten Prozesstag Ende August nicht schuldig bekannt. Er habe mit den Einbruchsdiebstählen in Eisenstadt nichts zu tun.

Belastet wurde er durch DNA-Spuren, die die Kriminalpolizei an jenem Fenster sichergestellt hatten, durch das der Täter Anfang März ins Bahnhofsrestaurant eingedrungen war.

Am Tatort wurden auch Schuhabdruckspuren vorgefunden, die zu den Schuhen des Verdächtigen passten.

Bei beiden Einbruchsdelikten wurde das im Restaurant aufgestellte Sportwett-Terminal aufgebrochen. Beim ersten Mal wurden 1600 Euro, beim zweiten Mal 1550 Euro daraus entnommen. Gestohlen wurden weiters 450 Euro aus einer Schanklade, elf Flaschen Spirituosen und eine Stange Zigaretten.

Angeklagter vertraute sich Beamten an

Fortgesetzt wurde der Prozess am Montag dieser Woche. Richterin Birgit Falb befragte einen Justizwachebeamten, dem sich der Untersuchungshäftling anvertraut hatte. „Er hat dezidiert gesagt, dass sich die Tat in Eisenstadt am Bahnhof abgespielt hat“, berichtete der Justizwachebeamte.

„Was ich dem Beamten erzählte, bezog sich auf eine andere Örtlichkeit“, behauptete der Angeklagte.

Der türkische Staatsbürger wurde zum Einbruchsdiebstahl im März schuldig gesprochen, vom Vorwurf, er habe auch bereits im Februar einen Einbruch ins Bahnhofsrestaurant begangen, jedoch im Zweifel freigesprochen.

Der Mann wurde zu 18 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt verurteilt. Erschwerend kam für ihn dazu, dass er erst im Februar wegen mehreren Einbruchsdiebstählen in Wien zu zwölf Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden war und sich somit im raschen Rückfall befand.

Die Richterin erläuterte, dass es zur Tat im Februar nicht ausreichend Beweise gebe. Zur Anfang März begangenen Tat passe jedoch alles zusammen: „Die Spurenlage, der DNA-Treffer und das Geständnis gegenüber dem Justizwachebeamten“, zählte die Richterin auf.

Der Angeklagte bat um Bedenkzeit, die Staatsanwältin ist mit dem Urteil einverstanden. Dieses ist nicht rechtskräftig.