Eisenstadt startet Radweg-Offensive

Stadt investiert fast eine halbe Million in Radwegenetz; Förderungen von Bund und Land machen Eisenstadt zur Rad-Stadt.

Erstellt am 12. Februar 2021 | 04:34
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Drei Parteien, zwei Räder. Anja Haider-Wallner, Bürgermeister Thomas Steiner und Vize Otto Kropf wollen dem Auto Konkurrenz machen.
Foto: Markus Wagentristl

Das Wetter fuhr Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP), Vizebürgermeister Otto Kropf (SPÖ) und Anja Haider-Wallner (Grüne) etwas in die Parade. Der einsetzende Schneefall machte nicht unbedingt Lust auf Radfahren, alles andere aber umso mehr. Das Trio verkündete nämlich bei einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag eine Radverkehrs-Offensive, stattliche 440.000 Euro sollen in das Eisenstädter Radnetz investiert werden. Dank einer Bundesförderung von 50 Prozent der investierten Summe und einer Landesförderung von noch einmal 25 Prozent oben drauf, war ein derartiges Investment möglich. Mit diesem sollen drei Ziele mitfinanziert werden:

Das Rad soll als „Alltagsfahrzeug“ dem Auto Konkurrenz machen. Steiner hat es einen Monat lang selbst probiert: „Hat gut funktioniert. Oft ist man mit dem Rad sogar schneller.“

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Drei Parteien, zwei Räder. Anja Haider-Wallner, Bürgermeister Thomas Steiner und Vize Otto Kropf wollen dem Auto Konkurrenz machen.
Markus Wagentristl

Die Infrastruktur wird Rad-freundlicher. Noch freundlicher, wie das Polit-Trio betont: Bereits 80 Prozent der Straßen sind Dreißiger-Zonen, viele Einbahnen wurden für Radler geöffnet. „Neben sicheren Radwegen und Lückenschlüssen kommen heuer mehr Radboxen und Radständer dazu“, verspricht Kropf.

Die Bewusstseinsbildung ist entscheidend fürs Fahrradfahren. „Der Kindergarten Krautgartenweg wird künftig mit dem Rad erreichbar sein. Somit werden bereits die kleinsten Eisenstädter ans Radeln gewöhnt“, freut sich Haider-Wallner.

Ein wichtiger Punkt, die Verkehrssicherheit für Radfahrer, wird durch den Radweg-Ausbau ebenfalls verbessert.

Und an den Grenzen Eisenstadts muss man künftig nicht mehr vom Rad ab- und ins Auto einsteigen: Mit Großhöflein und Siegendorf gibt es bereits Gespräche über einen Radweg, der Tagespendler auf zwei Rädern in die Arbeit bringen soll.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich viele Menschen dem Appell aus dem Rathaus („Radhaus“?) anschließen: „Fahr Rad!“