Trausdorf: Staus sorgen für Ärger. Gemeindevertreter wollen über Parteigrenzen hinweg für mehr Sicherheit und Ruhe in Trausdorf sorgen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 12. Mai 2017 (05:29)
Hohes Verkehrsaufkommen. Zu den Stoßzeiten kann sich ein Rückstau bis zum Weingut und sogar bis zum Kreisverkehr von Trausdorf bilden. Situation hat sich seit dem Turbokreisverkehr bei Siegendorf verschlechtert. Symbolbild: Bilderbox
Symbolbild: Bilderbox

Seit Jahren leidet die Gemeinde Trausdorf unter dem Verkehr. Aus diesem Anlass beschloss der Gemeinderat vor Kurzem einstimmig eine Resolution.

„Unerträgliche Situation für die Anrainer“

„Der Verkehr hat enorm zugenommen“, ist von Bürgermeister Viktor Hergovich (SPÖ) und seinem Vize Alfred Handschuh (ÖVP) zu hören.

An Wochentagen und vor allem in den Morgenstunden staut es sich kräftig. „Da kann es schon passieren, dass der Stau bis zum Weingut oder sogar bis zum Kreisverkehr reicht. Eine unerträgliche Situation für die Anrainer“, betont der Bürgermeister.

„Für eine Strecke, die man in sieben Minuten bewältigt, muss man schon 20 Minuten einkalkulieren“, versichert Handschuh. Zurückzuführen sei laut den Kommunalpolitikern der Stau auf den Turbokreisverkehr bei Siegendorf. „Viele fahren über den Grenzübergang von St. Margarethen“, sind sich Hergovich und Handschuh einig.

Verkehrsexperte soll beauftragt werden

Ein Abbiegen aus den Nebenstraßen auf die Hauptstraße erfordert da sehr viel Geduld. Gemeinsam wollen sie nun an einer Lösung arbeiten. „Ein örtliches Gesamtverkehrskonzept muss erstellt werden“, fordern die beiden. Dazu möchten sie einen Verkehrsexperten beauftragen, der an einer Lösung feilt, die dann der Ortsbevölkerung zur Diskussion vorgelegt wird.

Als eine Maßnahme möchte der Ortschef eine Haushaltsbefragung durchführen, in der erhoben wird, wie viele Autos im Haushalt sind oder ob der öffentliche Verkehr genutzt wird.
Gleichzeitig soll die Verkehrsfrequenz auf Gemeindestraßen erhoben werden.

„Zwei Drittel der Fahrzeuge, die in der Früh über St. Margarethen kommen, sind Ungarn“, hat Handschuh beobachtet. Was man nicht haben möchte, ist eine Umfahrung. Verschärft wird die prekäre Verkehrssituation durch den Festspiel- und Freizeittourismus sowie die Familypark-Besucher.