30er in Purbach

In Purbach wurden in Unterer Bahngasse und den umliegenden Straßen 30er-Tafeln montiert. SPÖ kritisiert „Schilderwald“.

Erstellt am 08. Mai 2021 | 03:44
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Beschränkung. In der Unteren Bahngasse und umliegenden Gassen gilt nun eine 30 Km/h-Beschränkung.
Foto: Janisch, Janisch

Das Thema Verkehr war in der Sitzung des Gemeinderats Purbachs vergangene Woche großes Thema.

Grund dafür war ein Ansuchen von Anrainern der Unteren Bahngasse. Da diese eine der meistbefahrenen Straßen im Ort sei, gebe es auch eine entsprechende Lärmbelastung. Daher baten die Anrainer um eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Vizebürgermeister Martin Horak (ÖVP) veranlasste daher die Anbringung von Tafeln in der Unteren Bahngasse sowie den umliegenden Straßen, die auf die Reduktion der Geschwindkeit auf 30 Km/h hinweisen.

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Die schnelle Umsetzung war möglich, da es eine Verordnung gibt, die bereits im Jahr 1995 im Gemeinderat beschlosssen wurde. In dieser sind die Straßen namentlich angeführt, in denen eine 30 Km/h-Begrenzung herrscht. Diese Verordnung tritt aber erst in Kraft, wenn 30er-Schilder aufgestellt werden.

Vizebürgermeister Harald Neumayer (SPÖ) fürchtet einen „Schilderwald“, sollten andere Straßenzüge nun ebenfalls eine Beschilderung fordern. Mit Tafeln bei den Ortseinfahrten, die auf den generellen 30er im Ort hinweisen, könnte man sich dies ersparen. Dazu müsste aber eine neue Verordnung beschlossen werden. Dies wird im Verkehrsausschuss besprochen.

Ansuchen von Anrainern gestellt

In zwei anderen Straßen meldeten sich Anrainer und wiesen mit Ansuchen auf fehlende Gehsteige hin, im Bereich der Landsatzgasse sowie der Industriestraße. Die Landsatzgasse befindet sich auf der Leithagebirge-Seite in Richtung Breitenbrunn. Diese ist auch ein Schulweg für einige Kinder aus der angrenzenden Siedlung. Daher wünsche man sich einen Gehsteig sowie eine Straßenbeleuchtung.

„Die Straße ist ein Güterweg und ein Radweg. Als dieser vor rund 40 Jahren gemacht wurde, wurde nicht umgewidmet. Nun reichen einige der Grundstücke der Widmung nach in den Weg hinein“, erklärt Bürgermeister Richard Hermann (ÖVP). Da es sich um Privatgrund handelt, kann die Gemeinde keine baulichen Maßnahmen durchführen. Daher gibt es die Überlegung, einen Schottergehsteig zu errichten. „Dieser soll mit einem Schrägport von der Straße abgetrennt sein. Außerdem könnten Solarleuchten errichtet werden“, so Horak. Ein Kostenvoranschlag soll nun eingeholt werden.

In der Industriestraße entstanden in den letzten Jahren neben Industrie- und Gewerbehäusern auch Wohnhäuser. Auch hier gibt es keinen Gehsteig oder Schutzweg für die Anrainer, die sich die Straße mit zuliefernden LKWs teilt. Es gab bereits eine Begehung mit Gemeindevertretern vor Ort und es wird nach einer Lösung gesucht.