Wimpassinger erlebte Tschernobyl hautnah. Roland Verant aus Wimpassing reiste in die Sperrzone beim Atomkraftwerk Tschernobyl und will sein Wissen weitergeben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Juli 2018 (12:06)
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Vor Ort. Roland Verant (r.) und Lebensgefährte Patrick Wimmer.
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Wo einmal ganz viel Leben war, blieb nach dem Super-GAU im Kernkraftwerk Tschernobyl nicht viel übrig. Doch genau dorthin zieht es den Wahl-Wimpassinger Roland Verant immer wieder: Bereits elf Touren hat er in das Sperrgebiet unternommen.

Überbleibsel. Der ehemalige Vergnügungspark in Tschernobyl.
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Sein Interesse dafür wurde vor zehn Jahren im Gespräch mit einer Arbeitskollegin geweckt: „Da fiel mir auf, dass ich über Tschernobyl fast nichts wusste. Ich habe angefangen zu recherchieren, dann kam die erste Reise und die hat einen extremen Eindruck hinterlassen“, erzählt er.

Mittlerweile hat er zu Hause „eine halbe Bibliothek zum Thema“, hält Vorträge in Schulen und organisiert eigene Touren ins Sperrgebiet.

„Man kommt da nicht hinein ohne Genehmigungen und ohne Führer, der genau weiß, wo man hindarf“, so Verant: „An vielen Orten im Umkreis ist die Strahlung fast normal. Andere, wie das ehemalige Krankenhaus, kann man ohne Schutzanzug, Atemschutz und Geigerzähler nicht betreten.“ Seine zwölfte Tour nach Tschernobyl startet Roland Verant im Oktober.

Heute, Mittwoch, schildert er seine Eindrücke ab 19 Uhr bei einem Vortrag im Gasthaus Schmalzl.