Steiner gewinnt Heimspiel in Eisenstadt

... aber die SPÖ kommt seiner ÖVP überraschend nah. Die Ortsteile bleiben türkise Hochburgen. Die FPÖ verliert auch in der Stadt, die Grünen bleiben konstant.

Aktualisiert am 29. Januar 2020 | 14:26
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Das Ergebnis in der Landeshauptstadt fällt deutlicher aus, als im Bezirk: Die SPÖ feiert stärkere Zugewinne als im Bezirksschnitt (plus 8,8 auf 33,6 Prozent), ebenso die ÖVP (plus 2,5 auf 40,3 Prozent). Die FPÖ verliert überdurchschnittlich mit minus 4,4 auf neun Prozent. Die Grünen verlieren leicht und bleiben vor der FPÖ mit 13,8 Prozent.

Steiner: Bestes Ergebnis in Bezirkshauptstädten

Bürgermeister Thomas Steiner zeigte sich sehr stolz auf das Ergebnis der Volkspartei in Eisenstadt: „Wir konnten nochmals 2,5 Prozentpunkte zulegen und stehen nun bei 40,3 Prozent. Dass ist mit Abstand das stärkste ÖVP-Ergebnis der burgenländischen Bezirkshauptstädte und ein Beweis für den Erfolgskurs der Volkspartei in der Landeshauptstadt.“

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Sehen lassen kann sich aus Sicht der ÖVP auch das Ergebnis in den beiden Stadtbezirken St. Georgen und Kleinhöflein. In St. Georgen erreicht die ÖVP 43,2 Prozent der Stimmen und in Kleinhöflein sogar 47,4 Prozent. Ortsparteiobfrau Heidi Hahnekamp freut sich: „Wir haben in St. Georgen ganze Arbeit geleistet, sind das ganze Jahr über für die Anliegen unserer Bewohner da und das spürt man dann auch beim Ergebnis!“ Ähnlich sieht es Ortsparteiobmann Josef Weidinger in Kleinhöflein: „Wir konnten unser Ergebnis gegenüber 2015 um fast sieben auf 47,4 Prozent verbessern. Herzlichen Dank an alle Wähler für ihr Vertrauen!“

Vogl: SPÖ hatte richtige Themen

Vizebürgermeisterin Lisa Vogl (SPÖ) sieht vor allem die inhaltliche Ebene bei den Wählern der Landeshauptstadt im Vordergrund: „Das Plus in Höhe von 8,83 Prozent zeigt, dass sich unser Einsatz für die SPÖ, unseren Landeshauptmann und den gesamten Bezirk Eisenstadt gelohnt hat und die SPÖ Burgenland auf die richtigen Themen gesetzt hat. In Eisenstadt zeigt das einmal mehr, dass nicht nur die Steiner-ÖVP Wahlgewinne einfahren kann.“

Molnár: Doskozil zieht auch in Eisenstadt

Geza: „Also Wahlsieg war das keiner“, hat FPÖ-Stadtparteichef Géza Molnár zwar eine Wahl, aber nicht seinen Humor verloren. Auch nicht seinen angriffigen Stil: „Doskozil hat auch in Eisenstadt gezogen, Steiner eher nicht.“ Leid tut es Molnár vor allem wegen den vielen Aktivisten, die Tag und Nacht für die FPÖ „gerannt“ sind.

Wird er Landtagsklub-Obmann bleiben? „Die Stelle steht dem Chef (Johann Tschürtz) zu, wenn er sie will dann ist das so.“

Grüne: Konnten gutes 2015-Ergebnis halten

Die Grüne Stadt-Chefin Anja Haider-Wallner zieht eine gemischte Bilanz: „Ich bedanke mich für 368 Vorzugsstimmen landesweit und 476 im Bezirk. Wir freuen uns, dass wir das Stadt-Ergebnis von 2015 bis auf zwei Stimmen halten konnten, im Bezirk haben wir leicht dazugewonnen. Persönlich bin ich etwas enttäuscht, dass es nicht mehr geworden ist. Unser Team hat großartige Arbeit geleistet. Mit wenig Geld und viel Herz haben wir getan, was möglich war, um die Wählerinnen und Wählern für grünen Ideen fürs Burgenland zu begeistern. Dass das nicht wie erhofft gelungen ist, gilt es zu akzeptieren. Gratulation an die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ zu diesem außergewöhnlichen Ergebnis.“

Hier findet ihr alle Ergebnisse der burgenländischen Landtagswahl 2020 auf einen Klick