Aufforderung zu Rückziehern? Wirbel in Hornstein wegen WhatsApp

Erstellt am 18. August 2022 | 04:48
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Christoph Wolf und Vize-Bürgermeister Rainer Schmitl.
Foto: Foto zVg; Montage: BVZ
Die SPÖ soll versucht haben, Personen von einer Kandidatur für das Team Wolf abzuraten, kritisiert die ÖVP. Die SPÖ weist die Vorwürfe „entschieden zurück“.
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Der Bürgermeister ist wütend: „Jetzt kam heraus, dass die SPÖ Hornstein meine Kandidaten kontaktiert und sie offensichtlich auffordert, mich doch nicht zu unterstützen oder nicht auf meine Liste zu gehen“, so Ortschef Christoph Wolf empört.

In einer Nachricht (die der BVZ anonymisiert vorliegt) schreibt ein angeblicher SPÖ-Funktionär: „Du kannst heute noch deine Unterschrift für die ÖVP zurückziehen.“

Dass die SPÖ versucht habe, Kandidaten des „Team Wolf - ÖVP Hornstein“ zu überzeugen, doch nicht bei den Gemeinderatswahlen im Oktober anzutreten, stößt dem Bürgermeister sauer auf.

„Der SPÖ ist es natürlich nicht gelungen — mein Team arbeitet gemeinsam für Hornstein. Weil wir es wollen und nicht, weil wir es müssen, wie jene der SPÖ“, zieht auch Wolf die harten Bandagen auf: „Das sind Stasi-Methoden, das ist armselig, letztklassig. und leider der Vorbote auf den schmutzigen SPÖ-Wahlkampf.“

Schmitl: „So etwas hat keinen Platz in der SPÖ“

Der Vize-Bürgermeister und Oppositionschef Rainer Schmitl distanziert sich von den Vorwürfen. „Absoluter Blödsinn.“ Er sei den Vorwürfen nachgegangen, diese Nachrichten würden „ganz bestimmt nicht aus dem inneren Kreis der SPÖ Hornstein kommen. Das ist nicht unser Stil und so etwas hat in der SPÖ keinen Platz.“

Schmitl streitet generell ab, dass seine Fraktion zu solchen Methoden greife und verbitte sich, damit persönlich in Verbindung gebracht zu werden. Natürlich sei man im Vorfeld der Wahl auf Kandidatensuche gewesen aber „niemand hat Druck auf irgendjemanden ausgeübt.“ Sollte die ÖVP gegen einen konkreten Funktionär einen dezidierten Verdacht haben „werde ich intern Schritte einleiten“, so Schmitl.

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