Weltmeister Maurer zeigt: So cool ist Klingenbach. Österreichs einziger Wakeboard-Weltmeister betreibt eine Anlage in Klingenbach. Am kommenden Sonntag findet dort ein Wettbewerb statt. Die BVZ hat sich vorab umgesehen.

Von Reinhold Woditsch und Markus Wagentristl. Erstellt am 17. Juli 2020 (05:08)

Etwas versteckt am Rand von Klingenbach gibt es seit 2017 ein ganz besonderes Freizeitvergnügen. Der „Wake-ground“ Wakeboardlift verbindet Wassersport und Urlaubsflair und ist somit eine ideale Beschäftigung für den Sommer im Burgenland.

Österreichs erster Wakeboard-Weltmeister

Beim Wakeboarden ist man mittels Bindung mit einem Brett verbunden und wird – ähnlich wie beim Wasserskifahren – mit einem Seil entlang der Wasseroberfläche gezogen.

Über das Wasserskifahren ist auch Österreichs erster Wakeboardweltmeister, der Anlagenbetreiber Gerald Maurer, zum Wakeboarden gekommen: „Als Kinder verbrachten wir unsere Sommer mit der Familie im Wohnwagen am Schwarzlsee. Dort kam ich erstmals mit dem Wasserskifahren in Berührung und einige Jahre später begann ich dann mit dem Wakeboarden. Einige Sprünge konnte ich bereits vom Wasserskifahren und weil diese am Wakeboard einfacher als auf den Wasserski sind, hatte ich einen Vorteil.“

Apropos Sprünge: Wer sich nach einigen Trainingsstunden auf dem Board sicher fühlt, kann auf den am Wasser installierten Rampen, sogenannten Obstacles, auch erste Sprünge und Figuren wagen. Fürs Erste ist das Gleiten auf der Wasseroberfläche mit rund 30 km/h allerdings Herausforderung und Spaß genug. Das Vergnügen ist altersunabhängig wie Maurer betont: „Wakeboarden kann in jedem Alter erlernt werden. Egal ob sechs oder 60 – den Dreh für das Fahren haben alle schnell raus.“ In Klingenbach kommen also Anfänger genauso wie Fortgeschrittene auf ihre Rechnung.

Wakeboard-Contest: Am Sonntag wird‘s ernst

Wer sich das Ganze einmal vom sicheren Ufer ansehen möchte, sollte am kommenden Sonntag, 19. Juli, vorbeikommen. Dann findet nämlich ein Wettbewerb statt, bei dem sich die Zuschauer Tricks von den Könnern abschauen können. Der Bewerb bildet den Auftakt zum „Austrian Wakeboard Cup“, der mit insgesamt vier Tourstopps in ganz Österreich stattfindet.

Am 18.7., dem Vorabend zur Veranstaltung, gibt es bereits ein Abendprogramm, das Urlaubsfeeling garantiert. Neben einer Cocktailbar wird gegrillt und bei einer DJ Line in den Sonnenuntergang gefeiert.

Aus dem Fischteich wurde eine Oase

Bürgermeister Richard Frank (SPÖ) hat das Wakeboarden genau einmal ausprobiert: „Ich hab danach drei Wochen lang einen Muskelkater gehabt“, verrät er im BVZ-Gespräch.

Aller Anfang war aber auch hier schwer, erinnert sich Frank. „Das war eigentlich immer nur ein Fischteich. Aber wir haben uns sofort hinter das Projekt gestellt und die notwendigen Umwidmungen vorgenommen.“ Den bürokratischen Spießrutenlauf rund um Wasserrecht und Umweltschutz habe Maurer selbst mustergültig absolviert. „Der hat das mit einer Hartnäckigkeit betrieben, das hat mir imponiert“, so Frank.

Mittlerweile sei aus dem kleinen Fischteich eine Oase geworden, mit Badeteich, Hängematten in den angrenzenden Fichten und einer Spielfläche für Kinder. Seit den Corona-bedingten Grenzschließungen kommen jetzt mehr Menschen hierher, erzählt Frank und hofft, dass es beim Wettbewerb noch einmal mehr sein werden.