Wildschweine: Eisenstadt lässt roden . Die Wildschweine wagen sich immer tiefer in die Stadt hinein, die reagiert mit Rodungen. Die BVZ sprach mit dem Stadtjäger.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 24. Dezember 2019 (05:42)
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Das eurasische Wildschwein.
Stadtgemeinde Eisenstadt/wiki-cc

In den vergangenen Tagen führte die Stadtgemeinde Rodungen an der nördlichen Waldgrenze durch. Dadurch nimmt man Wildschweinen, die sich immer tiefer ins Stadtgebiet hineinwagen (das Rathaus berichtet sogar von Sichtungen in der Robert-Davy-Gasse), den „Deckungsschutz“.

„Doppelt so viele Abschüsse wie 2018“

Stadt-Jäger Christian Kalab erklärte der BVZ, dass der Grund für die Wanderlust der Wildschweine der sei, dass es heuer keine Eicheln gäbe, die die Wildschweine als Eiweiß-Quelle brauchen. Deswegen wagen sie sich aus dem Wald, werden aber auch von Komposthaufen von nahen Grundstücken angelockt.

Die Schäden durch die Wildschweine sind bis zu fünfstellig.
Stadtgemeinde Eisenstadt/wiki-cc

Weil viele ihr Grundstück nicht befestigt haben (siehe Tipps unten) richten die Schweine dort bei der Nahrungssuche Schäden im fünfstelligen Euro-Bereich an.

Die Stadtgemeinde organisierte daher Rodungen und auch die Jäger waren im Einsatz: 70 Tiere wurden heuer schon geschossen, doppelt so viele wie 2018. „Und da kommt sicher noch was dazu.“

Sechs Grundstücke mit zwei Quadratkilometern wurden gerodet.
Stadtgemeinde/wiki-cc

Was tun, wenn man einem Wildschwein begegnet? Das erklären wir euch unten.