Kleines Naturjuwel zwischen Schützen und Oslip

Das Absatzbecken bei Schützen und Oslip bietet ein ganz besonderes Naturerlebnis für Wanderer und Radfahrer.

Erstellt am 05. März 2021 | 04:34

Zwischen Schützen und Oslip findet man ein Ausflugsjuwel: das Absatzbecken. Auch wenn der Name das nicht vermuten lässt, beeindruckt das Becken mit seinem natürlichen Charakter. Das Becken wirkt mit seinen 6,6 Hektar wie ein See und zeichnet sich vor allem durch die ruhige Lage und beeindruckenden Sonnenuntergängen aus. Schaut man genau, entdeckt man unter Umständen auch die Spuren eines Bibers, der am Ufer in den vergangenen Jahren immer wieder Bäume fällte.

Man erreicht den See am besten, wenn man in Schützen am Friedhof parkt und dann einem unscheinbaren Feldweg immer der Wulka entlang folgt. Obwohl das Schwimmen und Fischen verboten ist, lohnt sich dennoch ein Besuch. Für einen gemütlichen Spaziergang, einen Radausflug oder eine Joggingrunde, ist das Becken ideal.

Ein nützlicher Bau sorgt für Erholung

Im Winter, wenn das Wasser gefroren ist, ist es auch ein beliebter Ort zum Eislaufen.

Das Absetzbecken in Oslip dient in erster Linie dem Absetzen von Sedimenten und Nährstoffen der Wulka, bevor diese in den Neusiedler See mündet. Daher wurde das Becken auch im Zusammenfluss von Eisbach und Wulka gebaut. In beiden Bächen wurde eine Abflussdrossel errichtet, die ab höheren Wasserführungen einen Rückstau verursacht. Das Wasser wird über Streichwehre in das Absetzbecken geleitet. Dort setzen sich die Sedimente und Nährstoffe nach einigen Stunden oder Tagen ab, die in weiterer Folge nicht in den Neusiedler See gelangen. Ist das Becken durch Hochwasser gefüllt, werden zusätzliche Wassermengen wieder in die Wulka geleitet.