Wandern mit Kultur in Sankt Margarethen

Der Skulpturenpark in am Koglberg in St. Margarethen verbindet die Schönheit von Kunst und Natur.

Peter Wagentristl
Peter Wagentristl Erstellt am 01. Januar 2021 | 05:34

Bei einer Wanderung am Koglberg kann man Natur und Kultur gleichermaßen genießen. Bereits 1959 rief das Trio Friedrich Czagan, Heinrich Deutsch und Karl Prantl die internationalen Bildhauersymposien in St. Margarethen ins Leben. Seither ist die Gegend mit Skulpturen berühmter Künstler durchzogen.

Gefertigt sind die Skulpturen von heimischen wie internationalen Künstlern aus Stein vom benachbarten Steinbruch. Entstanden sind sie entweder an Ort und Stelle oder im sogenannten Bildhauerhaus (siehe Bild unten.) Ab 1965 werkte Symposium-Gründer Karl Prantl an den Pläne für das Gebäude am Westhang des Koglbergs. Umgesetzt wurde es schließlich vom Architekten Johann Georg Gsteu. 1967 erhielt Karl Prantl den ersten österreichischen Bauherrenpreis für das Konzept des Bildhauerhauses. Das neben dem kleineren Steinbruch-Parkplatz gelegene Haus ist auch ein möglicher Ausganspunkt für die Wanderung durch den Skulpturenpark.

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Weg über den Berg als neue Attraktion

Eine neue Route durch die surreale Steinlandschaft gibt es seit 2019. Damals kam der sogenannte „Weg über den Berg“ dazu. Dieser führt von der neuen Brücken-Skulptur des Künstlers Hans Schabus, die die ehemalige Bahntrasse über die tiefe Schlucht des Steinbruchs begehbar macht, über einen ausgeschilderten Weg zu den markantesten Skulpturen.

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Die Kunstwerke verschmelzen geradezu mit der Umgebung und fügen sich nahtlos in die Natur ein — wie es von den Künstlern des Bildhauersymposiums geplant war. Vor allem auf der Anhöhe am Koglberg sorgen die steinernen Kunstwerke und das Panorama für ein ungewohntes Ambiente. Der Weg führt auch am Gipfelkreuz der Passionsspieler St. Margarethen und der Koglkapelle vorbei.

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Ein Highlight des Skulpturenpark ist auch „Die Japanische Linie“, die von der Nordwand des Steinbruchs bis zum höchsten Punkt des Koglbergs führt.