Sparte Direktvertrieb: Bauer folgt auf Bauer

Der 26-jährige Kevin Bauer ist neuer Obmann der Sparte Direktvertrieb der Wirtschaftskammer und „beerbt“ seinen Vater.

Peter Wagentristl
Peter Wagentristl Erstellt am 06. Februar 2020 | 05:20
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Bauer folgt auf Bauer Wirtschaftskammer Eisenstadt
Wie der Vater, so der Sohn. Kevin Bauer übernahm die Obmannschaft der Sparte Direktvertrieb der Wirtschaftskammer Burgenland von seinem Vater Johannes Bauer. Foto: zVg
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Seit 1990 Johannes Bauer in der Wirtschaftskammer für die Direktvertrieb-Branche zuständig. In Mörbisch sitzt er zudem für die ÖVP im Gemeinderat. Mit Jahresende legte er sein Amt zurück, nun tritt sein Sohn Kevin Bauer in seine Fußstapfen.

„Es war für mich eine wundervolle Aufgabe, für die burgenländischen Direktberater tätig zu sein“, blickt Johannes Bauer auf seine Amtszeit zurück, in der erstmals ein eigenes Gremium für den Direktvertrieb geschaffen wurde. Ab sofort übernimmt Kevin Bauer seine Agenden in der Wirtschaftskammer. Der 26-jährige Mörbischer hat einen Abschluss in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien und ist im Direktvertrieb tätig.

Sein Unternehmen gründete er bereits mit 18 Jahren. „Ich habe mein Gewerbe so früh wie es gesetzlich möglich war bereits vor über 8 Jahren angemeldet“, so der Neo-Obmann. „Im Direktvertrieb ist man ein EPU (Ein-Personen-Unternehmen) und hat Partner im Hintergrund. Diese beliefern einen mit Produkten und dem dazugehörigen System, wie man andere Geschäftspartner erreicht.“ Man arbeite als Vertretung eines Direktvertrieb-Unternehmens wie Anway, Ringana oder Nuskin.

26 Jahre und schon zwei Unternehmen

Zur Zeit hat der Mörbischer Unternehmer auch mit seinem eigentlichen Hauptberuf, einem Unternehmen für Kommunikationstraining- und Beratung namens „Train2Communicate“ alle Hände voll zu tun. „Im Jänner habe ich die Marke aufgestellt und meine Website eingerichtet“, erzählt Bauer im Gespräch mit der BVZ. Der Jungunternehmer hat seinen Lebensmittelpunkt im Burgenland, ist aber auch viel in Wien und beruflich in ganz Österreich unterwegs.

Im März stehen in der Wirtschaftskammer Wahlen an, bei denen Bauer hofft, offiziell im Amt bestätigt zu werden. Kevin Bauer wurde nachnominiert, nachdem sein Vater bereits die maximale Amtszeit erreicht hat und sich nicht mehr der Wiederwahl stellen kann.

Bewährtes weiterführen, neue Impulse setzen

In der Kammer hat der Jungunternehmer bereits einige Pläne: „Natürlich will ich Bewährtes weiterführen. Die gute Gesprächsbasis in den Gremien gilt es aufrecht zu halten und zu intensivieren.“

Die Wirtschaftskammer biete ihren Mitgliedern, also den burgenländischen Unternehmern in der Direktvertrieb-Branche, zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an, viele davon unentgeltlich. Diese will man nun „ins Scheinwerferlicht rücken“, denn das das Angebot werde noch nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen — „da gilt es nachzubessern“, sieht der junge Mörbischer Kommunikationswissenschafter auch Verbesserungspotenzial. Dementsprechend sei Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation mit den Unternehmern ein wichtiger Bestandteil seiner neuen Funktion.

Auch mit neuen Impulsen will Kevin Bauer die Branche stärken: „Wir möchten eine Plattform für Direktvertreiber ins Leben rufen. Dort sollen sich die Teilnehmer vernetzen und Informationen holen können. Dabei sollen die Unternehmen auch ihre Kunden und Partner mitnehmen können, damit diese sich von unserem vielfältigen Angebot überzeugen können.“ Auch entsprechende Events sind geplant, die sowohl für die Unternehmer, als auch für die Wirtschaftskammer Vorteile bringen sollen.