Weinlese: Premiere für Urrebe

Erstellt am 07. Oktober 2015 | 04:37
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Weinlese Urrebe
Foto: NOEN, zVg
Nach ersten Proben im Vorjahr wird heuer der erste „richtige“ Jahrgang der „Rebe St. Georgen“ gelesen.
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Für Freunde und Fans der St. Georgener Urrebe geht 2015 in die Weinbau-Geschichte ein. Denn seit Ende des 16. Jahrhunderts gab es keinen Wein aus der Mutterrebe des Grünen Veltliners. Erst im Jahr 2000 wurde ein Rebstock von Michael Leberl in der Ried Viehtrift gefunden.

„Sehr schönes Potenzial der Sorte aufgezeigt“

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren in Zusammenarbeit mit den Weinbauschulen Eisenstadt und Klosterneuburg aus den ersten Trauben kleine Mengen Wein produziert werden konnten, wurden jetzt ganze 481 Kilogramm der „Rebe St. Georgen“ – so der vorläufige Name in der internationalen Rebsortenkunde – im neuen Weingarten gelesen.

Dazu Hans Moser – Winzer und Önologe des Vereins: „Mit vollreifen Trauben und zeitgemäßer Kellerwirtschaft erwarten wir die Kleinmenge von knapp 300 Litern hochinteressanten Weins. Damit ist nach jahrelanger Basisarbeit der Bann gebrochen. Die mikrovinifizierten Weine – vor allem der 2014er – haben schon ein sehr schönes Potenzial dieser Sorte aufgezeigt.“

„Wir vom Verein zur Kultivierung der St. Georgener Rebe freuen uns schon, in einigen Monaten den ersten Wein zu präsentieren“, so Obfrau Heidi Hahnekamp. Nachdem es in den Vorjahren einige Flaschen des St. Georgeners gab, ist das Ergebnis der ersten richtigen Lese im Frühjahr 2016 kostbereit.
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