Wenn Eier das Klima schützen. Burgenlands Legehennen kennen keine Käfige. Sie legen dafür mehr Eier, als wir essen können und tragen zum Klimaschutz bei.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 11. Oktober 2019 (14:59)
Wagentristl, BVZ
Heinz Schlögl, Obmann der Arbeitsgemeinschaft der Geflügelbauern (ALGB), Nikolaus Berlakovich, Präsident der LK Burgenland, Thomas Steiner, Bürgermeister und ÖVP-Landesobmann

„Für was es nicht alles einen Internationalen Tag gibt“, wunderten sich die Passanten auf der Eisenstädter Fußgeherzone. Am heutigen Freitag, 11. Oktober, war nämlich Welt-Ei-Tag, anlässlich dessen Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich, Bürgermeister Thomas Steiner und Geflügelbauern-Obmann Heinz Schlögl die Leistungen der heimischen Geflügelbauern unterstrichen.

Land der glücklichen und produktiven Hennen

Und diese Leistungen können sich gerade im Burgenland sehen lassen. Die 400.000 Legehennen der 50 heimischen Betriebe können 152 Prozent der Burgenländer ernähren. Dieser „Selbstversorgungsgrad“ beträgt bundesweit nur 87 Prozent. Auch bei der Haltung der Legehennen ist das Burgenland Vorreiter: „Wir haben uns freiwillig von der Käfighaltung verabschiedet“, so Schlögl. 82 Prozent der Tiere leben in Boden-, sechs Prozent in Freiland- und elf Prozent in Bio-Haltung.

Regionale Eier als Klimaschutz

Berlakovich betonte, dass man sich auf das AMA-Gütesiegel, dass die heimischen Eier bekommen, verlassen könne: „Sogar das Futtermittel wird streng kontrolliert: Wir verwenden nur Donau-Soja, das bei uns und unseren Nachbarn produziert wird.“ Durch die kurzen Transportwege bei regionalen Eiern und Futtermitteln können jährlich 110.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen gespart werden. Das sind ein Kilogramm pro Kilogramm Ei. „Das Bewusstsein ist da, die Menschen sind bereit regional zu kaufen“, verwies Steiner auf den belebten Eisenstädter Wochenmarkt. „Über Klimaschutz reden ist das eine, etwas zu tun das andere. Und mit regionalen Einkäufen tut man etwas.“

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