Ritter Sport erneut mit Erlösminus. Die Geschäfte des deutschen Schokoladenherstellers Ritter Sport sind auch wegen eines Verkaufseinbruchs in Duty-free-Geschäften weiter zurückgegangen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 27. Januar 2021 (12:50)
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Der Umsatz sank im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge auf jetzt 470 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Waldenbuch bei Stuttgart bekanntgab.

2018 hatte Ritter Sport noch Erlöse in Höhe von 489 Mio. Euro erwirtschaftet, 2019 waren es 480 Mio. Euro. Zum Jahresergebnis machte das Unternehmen wie immer keine Angaben. Im Zuge der Coronakrise kam vor allem das bisher recht erfolgreiche Geschäft in Duty-Free-Läden etwa an Flughäfen oder auf Kreuzfahrtschiffen "nahezu zum Erliegen", wie es hieß. Das habe entscheidend zum Umsatzrückgang beigetragen. Der weltweite Reisemarkt war wegen der Pandemie zusammengebrochen und hat sich nach wie vor kaum davon erholt.

In Österreich betreibt Ritter Sport seit Kurzem sein erstes Auslandswerk. In der Schokofabrik im burgenländischen Breitenbrunn (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wird seit Mitte Februar wieder Schokolade hergestellt: Die Alfred Ritter GmbH & Co KG hatte die Fabrik im Vorjahr von Mars Austria gekauft. Begonnen wird laut Werksleiter Michael Bock mit der Produktion von Amicelli, weitere Produkte sollen Mitte März und Ende Mai folgen.

Auch in Asien gingen die Geschäfte von Ritter Sport vor allem im ersten Halbjahr 2020 "spürbar" zurück. Immerhin steigerte die Firma im umkämpften deutschen Tafelschokoladenmarkt ihren Marktanteil nach eigenen Angaben leicht von 17,1 auf 17,3 Prozent.

Schokolade von Ritter Sport wird in mehr als 100 Ländern verkauft. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1.650 Mitarbeiter.