Country-Musik aus Großhöflein: Howdy, Cowboy!

Erstellt am 10. Juni 2022 | 05:48
Lesezeit: 5 Min
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Die Western Cowboys Leo Pöschl, Roland Eder, Thomas Eder und Christian Pöschl leben für die Country-Musik.
Foto: Foto zVg
Mit ihrer Musik bringen sie ein Stück USA ins Burgenland: die Western Cowboys.
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Wer kennt sie nicht zumindest aus Filmen: die Musiker, als Cowboys verkleidet, mit ihren Gitarren in der Hand, die Volksmusik mit Blues kombinieren? Country ist eine Musikrichtung, die ursprünglich in den USA beheimatet ist.

Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in den US-Bundesstaaten Kentucky und Tennessee die ersten Formen der Country Musik, welche vorrangig durch englische und irische Einwanderer geprägt wurden. Hierzulande zieht die burgenländische Country-Band „Western Cowboys“ nach. Leo und Christian Pöschl gründeten die Band 2001 und begannen ihren Erfolgsweg.

2012 stießen die Eder-Brüder dazu

Aus einer Laune heraus, wagten sich Leo und Christian Pöschl im Jahr 2001 in die Welt der Country-Musik. „Wir wollten nicht mehr als Unterhaltungsmusiker mit allen Genres spielen. Wir sagten uns damals, wenn es schief geht, spielen wir halt nur paar Mal im Jahr, aber zumindest, das, was uns gefällt“, so das Vater-Sohn-Gespann.

Die beiden Musiker Reinhard Kaltzin und Charly Artner holten sie ebenfalls mit ins Boot und so waren die „Western Cowboys“ geboren. Nachdem sich die Formation in den letzten 20 Jahren mehrmals änderte, fühlt man sich mit den beiden neuen Bandmitgliedern endlich angekommen.

Die Brüder Thomas und Roland Eder stießen im Jahr 2012 dazu. Nun glänzen sie mit ihrem vierstimmigen Gesang und mit der typisch amerikanischen Pedal Steel Gitarre. Die Stimmung innerhalb der Band könnte daher nicht besser sein.

Alle Wege führten zur Country Musik

Dass die vier Musiker einmal zusammen in einer Band landen, erscheint rückblickend wenig verwunderlich. Die Country-Liebhaber spielen seit Kindertagen verschiedenste Instrumente. Leo Pöschl war in den 70ern sogar Mitgründer der österreichischen Countryszene. Leo war im Jahr 1976 bei der damaligen ORF Fernsehshow „Howdy“ von Günther Schifter zu sehen.

Vor der Gründung der „Western Cowboys“ war Christian als Komiker erfolgreich. Auftritte in ganz Österreich und auch ein Winterengagement in Gambia schlugen zu Buche. In dieser Zeit hatte er Auftritte mit Waterloo, Roy Black, Chris Roberts, Andy Borg und vielen weiteren. Später war er als Gründer und Chef der Flamenco Gruppe „Para Guitarra“ unterwegs. Mit dieser Formation gelang ihm der Sprung ins TV.

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Das Gründungsfoto der Western Cowboys Christian Pöschl, Reinhard Kaltzin, Charly Artner, Martin Wieger und Leo Pöschl.
Foto: zVg

Auch die Eder Brüder waren keineswegs untätig. Deren Vater war ein beliebter und erfolgreicher Leiter der „Evergreen Combo“. So wurde auch ihnen bereits die Musik in die Wiege gelegt. Roland und Thomas waren auch in vielen Formationen tätig, unter anderem als Discokiller bei der Jazz Gitti.

Die Begeisterung für Country wurde den dreien durch Leo übermittelt. Dieser sammelte damals mehr als 1000 Schallplatten mit Countrymusic. Roland Eder kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: „Das ist die Musik, die uns am meisten begeistert, weil sie so ehrlich und vielseitig ist. Hier geht es in den meisten Songs um kleine Alltagsgeschichten und Freiheitsgefühle.“

Christian Pöschl versucht, seine Liebe zum Country so zu erklären: „Höre ich einen Schlager berührt mich das nicht, höre ich aber einen klassischen Countrysong von John Denver, Hank Williams, Willie Nelson oder Alan Jackson werde ich einfach total freudig. Countrymusic ist ein Lebensgefühl.“

Vor 20 Jahren hätte niemand gedacht, dass die Band eine der erfolgreichsten Vertreter ihres Genres in Österreich sein wird. 12 Austrian Country Awards und Auftritte in ganz Österreich, sowie in Deutschland, Schweiz, Slowenien und Frankreich, als auch zahlreiche Radio- und TV Einsätze kann die einzige Country Band im Burgenland aufweisen.

Als bis dato einzige Band in Österreich traten die „Western Cowboys“ außerdem auf der großen Showbühne im Disneyland Paris auf. Diesen Auftritt zählt die Band auch zu ihren schönsten. Christian Pöschl erinnert sich an den Auftritt, so als wäre er gestern gewesen: „Das war einfach unglaublich, auf dieser großen Bühne zu stehen. Ein absolut unbeschreiblicher und unvergesslicher Moment.“

Mit „Last Country“ zurück zum Ursprung

Nach fünf Studienalben feiert die erfolgreiche Band nun ihr 20-jähriges Jubiläum. Passend dazu erscheint das neue Album mit dem Namen „Last Country“, welches aus neun Eigenkompositionen und drei Covers besteht.

Die Band beschreibt das neue Album als eine Rückkehr zur echten, klassischen, traditionellen Countrymusic. Nachdem die vorigen Alben alle auf Deutsch eingesungen wurden, war nun für die „Western Cowboys“ der passende Moment gekommen, um die neuen Songs auf Englisch zu singen. „Ich denke, es ist das beste Album bis jetzt“, so der Bandleader Christian Pöschl.

Die zwei Videos von den Songs „Trailer Trash Cowboy“ und „The End“ durften in der No Name City gedreht werden. Die Westernstadt bei Wiener Neustadt ist eigentlich seit 10 Jahren stillgelegt, doch für die Country Band wurde abermals eine Ausnahme gemacht.

Seit wenigen Tagen befindet sich die Band auf ihrer großen Jubiläumstour. Wer sich die Konzerte nicht entgehen lassen möchte, kann sich die kommenden Termine auf www.westerncowboys.at anschauen.

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