Ausflug in den Prater: Es war eine riesen Gaudi. Die betreute Wohngemeinschaft „Rettet das Kind“ aus Eisenstadt machte gemeinsam mit den Bürgermeistern und der Pfarre einen Ausflug in den Wiener Prater.

Von Raoul Radatz. Erstellt am 12. September 2021 (07:10)

Einen bezaubernden und lustigen Nachmittag verbrachten die Bewohner der betreuten Wohngemeinschaft von „Rettet das Kind“ im Wiener Prater. Am vorigen Mittwoch ging es für sie gemeinsam mit dem Hilfswerkpräsidenten und Eisenstädter Bürgermeister Thomas Steiner und Vizebürgermeister Istvan Deli in den nostalgischen Vergnügungspark. Auch Peter Opitz von der Pfarre Eisenstadt-Oberberg und die BVZ waren mit dabei.

Nach der Busfahrt von Eisenstadt in die Wiener Leopoldstadt spazierte die Gruppe direkt zur klassischen Hochschaubahn. Jedoch konnten sich nicht alle für die Achterbahnfahrt begeistern, weshalb einige auf die Mutigen warten mussten, die sich in die Höhe getraut haben.

Daniel, einer der Bewohner, freute sich schon sehr auf eine Fahrt mit der Geisterbahn, also durfte auch diese auf keinen Fall ausgelassen werden. Verängstigt waren im Endeffekt aber doch alle, sogar Steiner und Deli.

Mit der Liliputbahn ging es dann durch den Vergnügungspark, über den grünen Prater zum Schweizerhaus, wo ein köstliches Abendessen den Tag ausklingen lies.

Als Dank fertigte Christopher, ein Bewohner der Wohngemeinschaft, ein Schild für den Bürgermeister mit der Aufschrift „Danke Thomas Steiner“ an, das Steiner in seinem Büro aufstellen möchte. Mit der Laubsäge derartige Feinarbeit zu leisten ist nebenbei erwähnt zweifelsohne nicht leicht.

Unterstützung, wo auch immer sie benötigt wird

Die Wohngemeinschaft in Eisenstadt gibt es bereits seit 2006. Hier wohnen erwachsene Menschen mit Behinderung, die dafür selbstständig genug sind. Leiterin Margot Schlaffer und ihr Team aus sechs Betreuern steht den Bewohnern rund um die Uhr zur Seite. Jede und Jeder hat sein eigenes Zimmer, um das sich von dem jeweiligen Besitzer selbst gekümmert werden muss. „Rettet das Kind“ legt in den betreuten Wohngemeinschaften darüber hinaus hohen Wert auf selbstbestimmtes Wohnen, das vom Einrichten der Zimmer und der Gestaltung der Freizeit nach eigenen Wünschen bis hin zum gemeinsamen Kochen und dem Trainieren der Selbstständigkeit im Alltag reicht. Um die Gemeinschaft zu stärken, finden auch immer wieder gemeinsame Ausflüge, Urlaube und Sportveranstaltungen statt.

Von den Bewohnern sollte man sich übrigens etwas abschauen: Nämlich stets glücklich und zufrieden zu sein!