Mad setzt auf Nachhaltigkeit: „Ressourcen nutzen“. Das Weinbauunternehmen Mad ließ sich auf Nachhaltigkeit zertifizieren, um zu zeigen, dass die Natur respektiert wird.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:07)
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Neue Wege. „Wir sind diesen Schritt gegangen, um unseren Kunden zu zeigen, dass wir unsere Ressourcen sinnvoll nutzen und wertvolle Lebensqualität nicht unnötig vergeuden oder zerstören“, so Matthias Siess über die Zertifizierung seines Betriebes.
zVg

Seit 1786 keltert die Großfamilie Mad Weine in ihrem Betrieb. Nun geht die Familie einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: „Wir wollen jedem zeigen, dass wir nicht nur sehr guten Wein machen, sondern dass uns auch die Natur am Herzen liegt und wir nachhaltig in Österreich arbeiten.“

Derzeit gibt es im Burgenland eine Handvoll nachhaltig zertifizierter Weingüter.

Schritte im Weingarten genauestens unter die Lupe genommen

Die Nachhaltigkeitsbewertung muss vom jeweiligen Betrieb selbstständig online durchgeführt werden. Dabei werden vier Themengruppen speziell abgearbeitet: Traubenproduktion, Weinerzeugung, Soziales und Ökonomie.

Allein bei der Traubenproduktion werden die Schritte im Weingarten genauestens unter die Lupe genommen: „Das beginnt beim Kraftstoff, natürlich den Pflanzenschutzmitteln in allen Variationen über Wassermanagement und weiteren dutzenden Punkten bis hin zur Abfallbehandlung“, erklärt Matthias Siess das aufwendige Verfahren. Wenn diese umfangreichen Unterlagen ausgefüllt sind, gehen sie an staatliche Überprüfer, die sich das Unternehmen vor Ort ansehen.

„Alleine die Überprüfung des Weingutes dauert mehr als einen Arbeitstag“, so Siess.

Auf die Frage, was diese Zertifizierung bringt, erklärt Siess: „Privatkunden greifen sicherlich eher zu Produkten — egal, ob Wein oder Lebensmittel — die als Bio oder Ähnliches gekennzeichnet sind. Die eigentliche Zertifizierung – nachhaltig, Demeter, Bio – ist den Kunden, glaube ich, nicht so bewusst. Händler und Gastronomen hingegen können durch die Zertifizierung einen Mehrwert für ihre Kunden veranschaulichen, was dazu führt, dass mehr oder anders gekauft wird“, erklärt Siess.

Einen direkten Vorteil am Markt sieht Siess in der Zertifizierung nicht: „Ich glaube, direkten Vorteil zum Mitbewerber habe ich damit gar keinen. Wir sind diesen Schritt gegangen, um unseren Kunden zu zeigen, dass wir unsere Ressourcen sinnvoll nutzen und wertvolle Lebensqualität nicht unnötig vergeuden oder zerstören.“