30er kommen doch nicht. Die im Juli beschlossenen 30 km/h-Beschränkungen in Wulkaprodersdorf wurden im Gemeinderat (noch) nicht beschlossen.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 08. Januar 2021 (04:35)
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WULKAPRODERSDORF Die von Bürgermeister Friedrich Zarits (ÖVP) vorgeschlagene Geschwindigkeitsbegrenzung in diversen Straßen Wulkaprodersdorfs wird nun neu diskutiert.

„Die notwendigen Beschlüsse hatten wir im Gemeinderat schon. Jetzt will die SPÖ die Bevölkerung befragen“, wundert sich Zarits. Vizebürgermeister René Pint (SPÖ) bestätigt: „Grundsätzlich sind wir für die verkehrsberuhigenden Maßnahmen. Allerdings sollten in dem Vorschlag des Bürgermeisters rund 30 Prozent der Straßen zu 30er-Zonen werden. Dabei wurden die Bürger aber nicht gefragt, ob sie das auch wollen. Mich haben Anfragen erreicht, wieso sie nicht gefragt wurden“, erklärt er.

„Bringt Sicherheit und Lebensqualität“

Man wolle nicht „über die Köpfe der betroffenen Anrainer entscheiden“, so Pint. Diese Zustimmung gebe es in einigen Gassen schon, wie Zarits erklärt: „In der Lindengasse haben fast alle für die Maßnahmen unterschrieben.“

Der Gemeinderat einigte sich, im Bereich des Kindergartens eine 30er-Zone sowie ein Halte- und Parkverbot in der Mühlgasse zu beschließen. Alle anderen von Zarits vorgeschlagenen Straßen sowie die Befragung der Anwohner sollen nun in der nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses besprochen und organisiert werden.

Auch die Unabhängige Dorfliste Wulkaprodersdorf (UDW) spricht sich für die 30er-Beschränkungen aus. „Wir hätten auch gleich über alle Straßen abgestimmt“, so Obfrau Sabine Szuppin.

Die SPÖ brachte auch den Vorschlag ein, diese Beschränkungen zu kontrollieren, etwa durch Radarboxen. Dagegen wehrt sich aber Bürgermeister Zarits. Da es sich hauptsächlich um Wohngebiete handelt, setze er auf die Eigenverantwortung der Fahrer.