Bahnschleife: ÖBB offen für Gespräche. „Es wird nicht ,drübergefahren‘“ – ÖBB will einvernehmliche Lösung mit Bürgern.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Februar 2018 (05:43)
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Aufmerksamkeit. Die Bevölkerung sprach sich gegen die Schleife aus.

Die geplante „Bahnschleife Eisenstadt“ in Wulkaprodersdorf wird von den Bewohnern abgelehnt, etwa weil ein Kreisverkehr in rund acht Metern Höhe entstehen soll, der B50 und B16 verbindet. Hier haben Gemeinde und Bürgerinitiative (BIB) Bedenken, da eine höhere Feinstaubbelastung durch Staus sowie durch Abbremsen und erneutes Anfahren befürchtet werden.

„Wollen Projekt umsetzen, mit dem alle leben können“

Die ÖBB dazu: „Das Projekt umfasst weitere Maßnahmen in Pottendorf und Ebenfurth, sodass die Fahrtzeit auf 45 Minuten verkürzt und eine Direktverbindung von Eisenstadt nach Wien geschaffen wird. Die jetzige ,Schleife Eisenstadt‘ geht auf die Gespräche der vergangenen Jahre zurück. Da wurde eine kleinere Variante von der Gemeinde abgelehnt und daher eine weiter weg von den Häusern geplant“, erklärt ein Sprecher der ÖBB.

Aber: man werde sich Gesprächen nicht verwehren. „Es wird sicher nicht ,drübergefahren‘. Wir wollen ein Projekt umsetzen, mit dem alle leben können. Die Gespräche können sich aber auch nicht ewig im Kreis drehen. Es muss auch zu einem Entschluss kommen“, heißt es. „Züge über Neusiedl zu führen, würde nicht zu einer wesentlichen Zeitersparnis führen“, so der Sprecher.

Noch warte man auf die Genehmigung des eingereichten Projekts. Folgt diese im Frühjahr könnte 2020 möglicher Baubeginn sein, die Inbetriebnahme Ende 2021 oder zu Beginn des Jahres 2022.