Bürgerinitiative macht gegen Bahnschleife mobil. Die Bürgerinitiative Wulkaprodersdorf (BIB) will im Kampf gegen die Errichtung der Bahnschleife Eisenstadt mobil machen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 25. Januar 2018 (15:37)
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Sigrid Janisch

Für den 5. Februar sei ein Aktionstag vorgesehen. Dabei soll der Verkehr von der B50 auf die B16 und dann wieder auf die B50 geleitet werden - so soll der hier geplante Kreisverkehr (der in 9m Höhe entstehen soll) sowie die Auswirkungen auf die Verkehrsteilnehmer simuliert werden, berichtete BIB-Sprecher Richard Hermann am Donnerstag. Eine behördliche Genehmigung stehe allerdings noch aus.

Die Sperre sei für die Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr geplant. Laut Hermann werde überlegt zwei, drei Wochen danach einen weiteren Aktionstag zu veranstalten. Der Protest sei die einzige Möglichkeit auf das Problem aufmerksam zu machen, sagte Hermann. Gespräche mit Politikern hätten bisher nicht gefruchtet. Man hoffe allerdings, einen Gesprächstermin beim neuen Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) zu bekommen.

Die seit 2012 bestehende Bürgerinitiative befürchtet, dass der Bau der Schleife Grundstücksentwertungen, mehr Verkehr, Abgase und den Verlust von Ackerflächen für Wulkaprodersdorf mit sich bringt.  Vor allem aber die Errichtung einer zusätzlichen Park&Ride-Anlage mit 120 Stellplätzen und der Kreisverkehr bei der Ortsausfahrt Wiener Straße erregen die Gemüter. Weiters werden die hohen Kosten und das Fehlen eines Fahrplankonzeptes bemängelt. Alternativvorschläge vonseiten der Gemeinde seien von der ÖBB ohne weitere Angabe von Gründen nicht angenommen worden, so Hermann.

Die Errichtung der Schleife Eisenstadt sorgt bereits seit Jahren für Diskussionen, im November beschäftigte sich auch der Burgenländische Landtag mit dem Thema.