Digitale Weichenstellung für Raaber Bahn. Die Raaber Bahn investierte mit BMVIT und Land 9,8 Millionen Euro in neue Betriebsfernsteuerzentrale Wulkaprodersdorf.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. Oktober 2018 (04:58)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Feier. Hans Niessl, Norbert Hofer – er erhielt als Erinnerung eine Miniaturbahn – Hana Dellemann, Landtagspräsident Illedits und Landtagsabgeordneter Geza Molnar (v.l.).
BVZ

Die Raaber Bahn AG lud zur feierlichen Inbetriebnahme der neuen digitalen Betriebsfernsteuerzentrale in Wulkaprodersdorf.

„Diese Sicherungsanlage wurde im letzten Jahr auf der 26 Kilometer langen Strecke auf österreichischer Seite umgesetzt“, erklärt Raaber-Bahn-Generaldirektorin-Stellvertreterin Hana Dellemann.

Fernbediente Weichen und Lichtsignale

Die Bahnhöfe wurden mit elektrisch fernbedienten Weichen, Lichtsignalen und Gleisfreimeldeanlagen ausgestattet. Es wurden 9,8 Millionen Euro investiert. „ARAMIS, ein Managementsystem für integrierte Netz- und Verkehrsleitzentralen der Firma Thales Austria übernimmt die Steuerung und Automatisierung. Durch diese Digitalisierung wird sowohl die Pünktlichkeit als auch die Sicherheit erhöht“, so Dellemann.

Auch die Neusiedler Seebahn (also die Bahnhöfe Pamhagen bis Neusiedl) wird nun über Wulkaprodersdorf ferngesteuert. Das Projekt wurde durch das BMVIT und das Land Burgenland mitfinanziert.

„Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Schritt in die Zukunft. Für Fahrgäste sind Pünktlichkeit und Qualität wichtige Kriterien. Dass die Fahrgastzahlen der Raaber Bahn steigen, ist ein sehr gutes Zeichen für die Raaber Bahn“, erklärt Landeshauptmann Hans Niessl. Minister Norbert Hofer ergänzt: „Die Fahrgastzahlen steigen und auch im Güterverkehr gibt es ein Plus. Es ist notwendig, für den Ausbau Mittel zur Verfügung zu stellen und das tun wir gern.“