Großbrand bei Abfallentsorgungsbetrieb. Am Gelände eines Abfallentsorgungsbetriebes in Wulkaprodersdorf ist am späten Freitagabend Feuer ausgebrochen, das sich zu einem Großbrand entwickelt hat.

Von APA Red. Erstellt am 21. Oktober 2017 (00:15)
FF Eisenstadt

Mittlerweile sind acht Feuerwehren bei den Löscharbeiten im Einsatz, teilte die Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland mit.

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Eine Schnelleinsatzgruppe vom Roten Kreuz Eisenstadt mit vier Rettungsfahrzeugen ist ebenfalls ausgerückt. Vom Landesfeuerwehrkommando Eisenstadt befinde sich ein Einsatzleitfahrzeug an Ort und Stelle.

Ein Feuerwehrmann leicht verletzt

Gegen 22.18 Uhr war die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt. Nach bisherigen Informationen wurde bei dem Einsatz ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

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Weil sich der Brandort nahe einer Bahnlinie befindet, wurden auch die ÖBB und die Raaber Bahn verständigt, so ein LSZ-Sprecher. Durch den herrschenden Nebel sei die Sichtweite gering, was eine zusätzliche Herausforderung in punkto Sicherheit darstelle.

180 Kräfte mit 42 Fahrzeugen ausgerückt

Zur Bekämpfung des Großbrandes am Gelände des Abfallentsorgungsbetriebes in Wulkaprodersdorf wurden in der Nacht auf Samstag weitere Kräfte alarmiert.

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Nach Angaben von Feuerwehr und Landessicherheitszentrale Burgenland sind mittlerweile 17 Wehren mit rund 180 Feuerwehrleuten und 42 Fahrzeugen an Ort und Stelle im Einsatz.

Raaberbahn wieder in Betrieb

Nach Informationen der LSZ wurde bei dem Löscheinsatz auch ein zweites Feuerwehrmitglied leicht verletzt. Die Raaberbahn sei mittlerweile wieder normal unterwegs. Zu Beginn des Einsatzes habe es eine kurzzeitige Anhaltung gegeben.

Betrieb entsorgt pro Jahr rund 45.000 Tonnen Wertstoffe und Abfälle

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Der vom Großbrand betroffene Entsorgungsbetrieb Hackl Container wurde 1978 in Zagersdorf zunächst als Unternehmen zum Sammeln und Handel mit Altmaterialien gegründet.

Im Jahr 2000 wurde der Grund für den Betriebsstandort im benachbarten Wulkaprodersdorf erworben. In den folgenden Jahren entstanden dort unter anderem Bürogebäude und eine Sortieranlage für Leichtverpackungen.

Im August 2012 wurde die zu diesem Zeitpunkt größte Fotovoltaikanlage des Burgenlandes in Betrieb genommen. Inzwischen beschäftigt das Familienunternehmen mehr als 50 Mitarbeiter und entsorgt nach Angaben der Unternehmenshomepage jährlich rund 45.000 Tonnen Wertstoffe und Abfälle, die zum größtmöglichen Teil der Wiederverwertung zugeführt werden.

2010 führte Selbstentzündung zu Großbrand am Standort Wulkaprodersdorf

Im Juli 2010 war am Standort in Wulkaprodersdorf ebenfalls ein Großbrand ausgebrochen. Damals wurde als Brandursache Selbstentzündung gelagerter Abfälle genannt. 15 Feuerwehren mit rund 250 Kräften waren damals im Einsatz.