Hackl errichtet hochmoderne Müllaufbereitungsanlage. In Wulkaprodersdorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung will die Firma Hackl Container Abfallbehandlungs GmbH die nach Unternehmensangaben derzeit modernste Müllaufbereitungsanlage Europas errichten. In das Vorhaben werden 11,5 Mio. Euro investiert, davon fließt rund eine Mio. Euro in den Brandschutz. Die Inbetriebnahme soll im Herbst erfolgen.

Erstellt am 22. Februar 2019 (17:43)
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Hackl Container

Das Unternehmen trage seit über vier Jahrzehnten zur erfolgreichen Entwicklung des Burgenlandes bei und sei heute einer der Leitbetriebe des Landes, sagte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Freitag anlässlich der Spatenstichfeier. Die neue Anlage verfüge über eine deutliche bessere Sortiertiefe. "Sie kann also aus dem Abfall viel besser und zuverlässiger erkennen, was wieder verwertbar ist", erläuterte Firmenchef Oswald Hackl.

Durch den laut Hackl in Österreich erstmaligen Einsatz von Sortierrobotern könne der Grad der Wertstoff-Aussortierung bei den gemischten Abfällen von fast Null auf 20 Prozent und bei Leichtverpackungen von bisher 35 auf 60 Prozent angehoben werden. Während in Zukunft mehr Müll wiederverwertet werden könne, erfolge weder eine Steigerung der übernommenen Mengen noch eine Änderung der übernommenen Abfallarten.

Derzeit beschäftigt der Betrieb rund 55 Mitarbeiter für die fachgerechte Weiterverarbeitung von Wertstoffen und Abfällen. Zehn weitere Jobs sollen durch die neue Anlage mit einer Kapazität von 35.000 Tonnen entstehen.

Als im Jahr 2017 die Ersatzbrennstoffanlage der Firma abgebrannt sei, habe das Unternehmen entschieden, dies als Chance zu sehen, so Landeshauptmann Niessl. Mit Innovationskraft, unternehmerischem Weitblick, Fleiß, Verlässlichkeit und Qualität habe sich die Firma Hackl in den vergangenen 41 Jahren einen ausgezeichneten Namen in Sachen Abfallwirtschaft erarbeitet.