Josef Zöchmeister: „Helfen“ ist sein zweiter Vorname. Der Wulkaprodersdorfer Josef Zöchmeister sammelt achtlos weggeworfenen Müll ein, trennt Plastikstoppel und hilft damit.

Von Doris Fischer. Erstellt am 19. Oktober 2019 (06:49)
Doris Fischer
Stoppelsammler. Josef Zöchmeister hat immer ein Geschirr parat, um seine Stoppeln abzulegen. Foto: Doris Fischer

Was andere einfach ungeachtet wegwerfen, sammelt Josef Zöchmeister wieder brav ein. Und das macht Sinn. Vor allem auf Schraubverschlüsse aus Plastik hat es der Naturliebhaber und sozial engagierte Wulkaprodersdorfer abgesehen. Tag für Tag zieht es ihn gemeinsam mit seiner Hündin „Flocke“ in die freie Natur. Windschutzgürtel und Wege werden dann von achtlos weggeworfenem Müll befreit.

Naturliebhaber ist sozial eingestellt

Zu Hause trennt er dann den Plastikmüll. Die Schraubverschlüsse wandern in eine eigens aufgestellte Tonne. „Die gesammelten Stoppeln werden abgeholt und zur Wiederverwertung nach Niederösterreich gebracht. Für eine Tonne Stoppeln bekommen wir 300 Euro, die wir dann spenden“, berichtet der sozial Engagierte, der schon elf Mal mit Hilfsgütern in Rumänien und drei Mal in Kroatien war.

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Stoppelsammler. Josef Zöchmeister hat immer ein Geschirr parat, um seine Stoppeln abzulegen. Foto: Doris Fischer

„Da wird genau Buch geführt. Das so gesammelte Geld wird zur Gänze an den Sterntalerhof, die Kinderkrebshilfe oder den Tierschutzverein gespendet“, versichert Zöchmeister, der vor drei Jahren mit dieser Aktion begonnen hat. Startschuss war damals eine Aktion, bei der Stoppeln für die Anschaffung eines Rollstuhles gesammelt wurden.

Er nimmt aber auch gerne Stoppeln, wie Verschlüsse von Flaschen, Zahnpastatuben, Nutella oder Ketchup, gerne entgegen. „Die Leute können sie einfach bei mir abgeben“, wünscht sich Zöchmeister.

Auch für Vögel und als Krippenbauer engagiert

Und wenn er nicht gerade Stoppeln sammelt, zimmert er Nistkästen für Vögel. Auch mit den Volksschulkindern werden unter seiner Anleitung Nistkästen gebastelt. 270 Stück hat er schon hergestellt. Sie hängen auf Bäumen in Wulkaprodersdorf, aber auch in der Schweiz oder in Kanada.

„Der weitest entfernteste Nistkasten hängt in Kanada“, freut sich Josef Zöchmeister, der so nebenbei auch noch Krippenbaumeister ist.