Wulkaprodersdorf

Erstellt am 13. September 2018, 06:46

von BVZ Redaktion

Kampagne gegen A3: Bürgerinitiative will informieren. Die Bürgerinitiative gegen den Weiterbau der A3 will Bevölkerung über mögliche Konsequenzen eines Weiterbaus informieren.

Verkehrslawinen befürchtet BIG A3, wenn die Autobahn A3 bis Klingenbach verlängert würde.  |  Bilderbox

Die Bürgerinitiative gegen den Weiterbau der A3 (BIG A3) ist um eine Bürgerinitiative erweitert: Auch die Initiative aus Eisenstadt gehört nun dazu. Dazu soll in den nächsten Monaten eine Informationskampagne für die Bevölkerung starten, denn: „Wir wollen nicht warten, bis wir vor vollendeten Tatsachen stehen. Wir müssen jetzt handeln“, so die Initiativen.

Handlungsbedarf bestehe, da, trotz der Ankündigung durch „Landesrat Hans Peter Doskozil, es ohne die Zustimmung der Bevölkerung keinen Weiterbau geben wird, die Fakten eine andere Sprache sprechen: Der Weiterbau ist im Bundesstraßengesetz festgeschrieben, und es gibt einen gültigen Staatsvertrag zwischen Österreich und Ungarn, wo der derzeitige Grenzübertritt in Klingenbach als zukünftiger festgelegt ist“, so die Initiativen.

Auf Anfrage erklärt Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ): „Wir haben unsere Position klar dargelegt: Gibt es keine Einigung, gibt es keinen Weiterbau und eine Tonnagebeschränkung auf österreichischer Seite. Projekte dieser Art können ohne das Land nicht umgesetzt werden.“

„Stellungnahmen werden berücksichtigt“

Ein Sprecher der Asfinag erklärt zum derzeitigen Stand der Dinge: „Die Planungen sehen grundsätzlich eine Verlängerung der A3 zwischen dem Knoten Eisenstadt und der Staatsgrenze bei Klingenbach entlang der bestehenden B16 vor. Derzeit ist es allerdings noch zu früh, um detaillierte Ausarbeitungen kommunizieren zu können.“ Daher gebe es auch noch keine Gespräche, so der Sprecher.

Aber: „Stellungnahmen der Bürgermeister der Anrainergemeinden zu Trassierung, Lärmschutz und der Aufrechterhaltung von bestehenden Wegebeziehungen werden von der Asfinag selbstverständlich in den Planungen berücksichtigt“, so der Sprecher. Weiters könne die BIG A3, sobald konkrete Planungen der Öffentlichkeit präsentiert werden beziehungsweise im Rahmen der erforderlichen Genehmigungsverfahren, auch Stellungnahmen abgeben.