Kindergartenpädagoge Kübler als „gute Seele im Haus“

Schon mit 14 wusste Martin Kübler, dass er Pädagoge werden will. In Wulkaprodersdorf leitet er nun die Kindergarten-Krippe.

Sigrid Janisch Erstellt am 28. Juli 2018 | 07:22
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Pädagogik. Musik ist für Martin Kübler, aber auch für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig. Deshalb wird in seiner Gruppe auch täglich gesungen, manchmal auch mit Leiterin Christine Gutdeutsch-Schön.
Foto: Sigrid Janisch

Bereits seit vier Jahren ist Martin Kübler Kindergartenpädagoge in Wulkaprodersddorf. „Mit 14 wusste ich schon, dass ich einer Arbeit nachgehen will, die mit Kindern zu tun hat“, erzählt Martin Hübner. Diese soziale Ader liegt in seiner Familie: Seine Schwester ist Lehrerin, seine Tante leitet eine Schule und eine Cousine ist ebenfalls Kindergartenpädagogin.

„Aus Gewohnheit haben die Kinder am Anfang ‚Tante Martin‘ gesagt“

Martin Kübler leitet derzeit die Gruppe für Kleinkinder, also die Krippe. „Das Besondere daran ist, dass man die Entwicklung der Kinder sieht, etwa wie sie sprechen lernen oder Feinmotorik entwickeln, also wie aus Kleinkindern Kindergartenkinder werden“, erzählt er. „Man bekommt sehr viel von den Kindern zurück. Manchmal ist es dann schon schwer, wenn sie gehen“, so Kübler.

Kindergartenleiterin Christine Gutdeutsch-Schön ist froh, Martin Hübner in ihrem Team zu haben. „Er ist die gute Seele im Haus. Außerdem ist es oft ausgleichend, auch eine männliche Bezugsperson für die Kinder zu haben. Und die Kinder mögen Martin sehr. Selbst Kinder, die vor fremden Männern schüchtern sind, haben sofort einen guten Draht zu ihm“, stellt sie schmunzelnd fest.

So hätten sich auch schnell Bedenken von Eltern aufgelöst. Zu Beginn war es aber doch ungewohnt, auch für die Kinder. „Einige waren es gewohnt, uns Pädagoginnen mit ‚Tante‘ anzusprechen, also haben sie auch zu Martin ‚Tante Martin‘ gesagt“, schmunzelt Gutdeutsch-Schön, die sich mehr Betreuer wie Martin Kübler wünscht. Nach wie vor sei es aber ein überwiegend weiblicher Beruf, wie Martin Kübler bestätigt.

„In der Schule haben mit mir vier weitere Burschen angefangen. Maturiert haben wir dann zu zweit. Mittlerweile bin ich der einzige, der auch in dem Beruf tätig ist“, so Kübler.