Einigkeit zum A3-Ausbau: „Nicht ohne uns!“

SPÖ, ÖVP und FPÖ im Burgenland sind sich einig: Beim Ausbau der A3 soll die Bevölkerung miteingebunden werden.

Erstellt am 28. Februar 2018 | 08:11
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Thema. Die SPÖ-Ortschefs und Vizes – Werner Huf, Heinz Heidenreich, Rainer Porics, Helmut Zakall, Richard Frank sowie René Pint (v.l.) mit den Landesräten Astrid Eisenkopf und Hans Peter Doskozil (4.v.r.). Foto: Janisch/zVg 
Foto: Janisch

Eindeutig äußerte sich nun die Landes-SPÖ zum Ausbau der A3: „Ohne das Einverständnis der Gemeinden und der Menschen kommt auch kein Ausbau der A3“, erklärte Landesrat Hans Peter Doskozil und stellt sich damit hinter die angrenzenden Gemeinden Großhöflein, Müllendorf, Siegendorf, Zagersdorf, Wulkaprodersdorf und Klingenbach.

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Die ÖVP-Ortschefs und Ortsparteivertreter – Fritz Zarits, Florian Schober, Christoph Zarits, Maria Zoffmann und Peter Vlasits (v.l.).
Foto: ÖVP Burgenland

Vor allem gehe es um Maßnahmen wie Lärmschutz, Einhausung oder Untertunnelung. Zu deren Finanzierung gäbe es verschiedene Instrumente, er könne sich eine Sondermautstrecke oder eine Finanzierung durch die Transitverursacher vorstellen. „Wir wollen vonseiten des Landes auf keinen Fall einfach drüberfahren. Es ist wichtig, auf die kritischen Stimmen zu hören und die Ängste der Menschen zu berücksichtigen“, so Landesrätin Astrid Eisenkopf.

„Lässt eher auch Parteitaktik schließen“

Die ÖVP hat einen ähnlichen Ansatz, aber: Sie fordert eine verbindliche Volksbefragung. „Alle Pläne offen auf den Tisch legen und dann die Bevölkerung entscheiden lassen“, appelliert Bezirksparteiobmann Christoph Zarits.

Denn es gehe „nicht um Parteipolitik, es geht um die Region“, so Wulkaprodersdorfs Bürgermeister Fritz Zarits.

FPÖ-Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig kritisiert die Vorgehensweise der SPÖ: „Beim Projekt A3 sollen bis zu 250 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur und Verkehrssicherheit im Burgenland investiert werden. Niemand möchte und wird über Gemeinden oder die Bevölkerung drüberfahren – das ist ein ausdrückliches Nicht-Thema! Außerdem befindet sich die A3-Verlängerung gerade erst in Planung. Zu diesem Zeitpunkt medial bereits in die Offensive zu gehen, lässt eher auf Parteitaktik denn auf wahre Besorgnis über die Einbindung der Menschen schließen“, erklärt er.