Radmuseum in Rust geplant

Erstellt am 01. April 2022 | 05:44
Lesezeit: 2 Min
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Große Pläne. Gerald Szivacz will die Ausstellung historischer Fahrräder zum Museum aufwerten. Im Bild mit Tochter Sophie und einem Hochrad. Mehr Bilder von der Ausstellungs-Eröffnung finden Sie auf Seite 80.
Foto: Wagentristl
Gerald Szivacz zeigt aktuell historische Fahrräder in seinem Zechkeller. Die Schau soll zum Museum aufgewertet werden.
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Seit über einem Jahr führt Gerald Szivacz mittlerweile den Zechkeller neben der evangelischen Kirche. Nach Jazz- und Austropop-Events widmet sich der Ex-Polizist, Hobby-Historiker und ÖVP-Gemeinderat derzeit historischen Fahrrädern. Zu sehen sind dabei diverse seltene Zweiräder.

Sogar ein Modell des Fahrrad-Erfinders Karl Drais aus dem 19. Jahrhundert findet sich im historischen Gemäuer am Ruster Conradplatz. Die Fahrräder stammen aus der Sammlung des Ruster Rad-Unternehmers Johann Schneeberger. Neben seinem touristischen Radverleih sammelt Schneeberger nämlich seit Jahren historische Fahrräder, die auch schon in der Landesausstellung im Rahmen von „100 Jahre Burgenland“ zu sehen waren.

Die aktuelle Schau soll zum Museum aufgewertet werden, verrät Szivacz der BVZ. „Der untere Bereich des Zechkellers wird künftig den Ausstellungsstücken gewidmet, im oberen Stock finden weiterhin Krämermärkte sowie Musik- und Kulturveranstaltungen Platz“, skizziert Szivacz seine Pläne für den revitalisierten Zechkeller. Im Eingangsbereich bleibt der Ausschank bestehen.

„Museums-Beisl“ als Zuflucht für Radler

Künftig soll sich der Betrieb aber nicht auf einige wenige Veranstaltungen beschränken. Als „Museums-Beisl“ plant Szivacz das Kellergewölbe für Einheimische und Touristen dauerhaft zugänglich zu machen.

„Einen besseren Standort für ein Radmuseum gibt es kaum“, erklärt er mit Blick auf die vielen Radtouristen in der Storchenstadt. „Dazu können die Gäste dann noch Ruster Weine kosten und sich im kühlen Keller vom Radeln erholen.“

Schon bei der Ausstellungseröffnung war im Zechkeller einiges los, auch die Einheimischen scheinen Fans des Drahtesels zu sein. Im oberen Stock lockte zudem ein Handwerksmarkt Besucher an. Der Zechkeller gehört der evangelischen Kirche, Szivacz hat das jahrzehntelang ungenutzte Kellergewölbe für mehrere Jahre gepachtet und wiederbelebt. Auch für Veranstaltungen kann der Keller gemietet werden.

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