Arbeitswelt nach Corona: Expertin rät zu Weiterbildung. Die Heim-Isolation hat einen Digitalisierungs-Schub bewirkt. Eine Expertin rät, sich auf die neue Arbeitswelt vorzubereiten.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 07. April 2020 (06:23)
„Zeit für Weiterbildung nutzen“, rät Yasmine Moyses von der Bildungsberatung Burgenland.
BBB

Viele Arbeitskräfte werden nach Ende der Corona-Maßnahmen einen stark veränderten Arbeitsmarkt vorfinden, warnt die Arbeitsmarkt-Expertin der Bildungsberatung Burgenland, Yasmine Moyses: „Die letzten Wochen haben bewiesen, dass viele Arbeitstätigkeiten im Homeoffice möglich und Meetings genau so gut auch online funktionieren.“

Dieser Digitalisierungs-Schub werde die Krise überdauern, ist Moyses überzeugt, „eventuell in einem dualen System mit etwa zwei Tagen Büro und drei im Homeoffice“. Das erfordere auch einige Qualifikationen, das man sich nun in der zusätzlichen Freizeit auch online aneignen kann.

Auch der für das Burgenland so wichtige Handel erfährt einen Digitalisierungs-Schub, seit wegen der geschlossenen Geschäfte viele Waren online bestellt werden müssen.

Moyses betont: „Das bedeutet in weiterer Folge, dass es Leute braucht, die Online-Shops aufsetzen und verwalten können oder Logistiker, die die immer intelligenteren Lagersysteme steuern können.“ Das betrifft auch die Immobilienbranche, wo jetzt schon vermehrt digitale Hausrundgänge angeboten werden.

Erste konkrete Fälle für krisenbedingte Jobwechsel gibt es bereits: Eine Eisenstädterin war 15 Jahre in einem Wiener Büro tätig, wurde nun aber entlassen. Moyses: „Wir haben eine Online-Weiterbildung gefunden, mit der sie ohne Matura und Bachelor ein Master-Studium machen und ihre Chancen am neuen Arbeitsmarkt erhöhen kann.“

Und Zeit für solche Weiterbildungen hätten derzeit ja viele.