Trauer um Hoffnungsträger in Eisenstadt

Erstellt am 10. Mai 2022 | 18:59
Lesezeit: 2 Min
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Abschied. Daniel Guillen galt als Star-Violinist der Eisenstädter Dommusik. SeineMusik-Kolleginnen und Kollegen verabschiedeten sich mit einem betroffenmachendem Nachruf.
Foto: zVg Diözese
Er galt als großes Violine-Talent, aber seine Karriere endete jäh bei einem Zugunglück.
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Am vergangenen Montag entgleiste ein Zug der Pottendorfer Bahnlinie bei Münchendorf/NÖ. Dabei kam der erst 25-jährige Daniel Guillen zu Tode. Er galt als begnadet begabter Violinist in der Eisenstädter Dommusik, mit dem er am kommenden Samstag noch hätte auftreten sollen, wie seine Kolleginnen und Kollegen von der Dommusik in einer Aussendung bekanntgaben.

Daniel Guillen hat schon als Jugendlicher in der Eisenstädter Kirchenmusik mitgewirkt, regelmäßig am Martinsdom, auch in der Bergkirche. „Als eine der größten musikalischen Begabungen im Burgenland war und ist Daniel nicht nur ein Aushängeschild für das Joseph Haydn-Konservatorium. Er war im Haydnorchester tätig und im burgenländischen Jugendsymphonie-Orchester ein umjubelter Solist“, heißt es vom Dommusikdirektor Thomas Dolezal.

Die besonders bittere Ironie: Erst im Dezember hatte Daniel das Probespiel für die 1. Violine beim Radio-Symphonie-Orchester (RSO) gewonnen und dadurch seit Februar eine fixe Stelle in dem renommierten Orchester inne.

Der Eisenstädter Kirchenmusik stand er trotz dieses großen künstlerischen Erfolges weiter zur Verfügung und diente weniger routinierten Mitwirkenden als Vorbild.

Dolezal drückt seiner Familie ihr Beileid aus: „In diesen schweren Stunden sind alle Empfindungen bei Daniels Mutter, Corinna. Auch sie ist langjährig Mitglied der Eisenstädter Dommusik und in vielen burgenländischen Musikbereichen als Violinistin angesehen tätig. Sie war Daniels erste Lehrerin, und er ihr prominentester Schüler.“

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