Breitenbrunn: Seebad nun an Esterhazy übergeben. Kürzlich erfolgte die Übergabe des Breitenbrunner Naturseebads von der Gemeinde an Esterhazy Immobilien. Diese Woche gibt es Gespräche mit Nutzergruppen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Januar 2019 (04:38)
BVZ
Beginn. Die ersten vorbereitenden Arbeiten haben am See begonnen.

Kürzlich übergab die Gemeinde Breitenbrunn das Naturseebad an Esterhazy Immobilien. Mit 31. Dezember war der Pachtvertrag zwischen Gemeinde und Esterhazy nach 50 Jahren ausgelaufen, im Sommer 2018 legte man Übergabekonditionen fest.

Viele Mobilwohnheimbesitzer und Segler erhielten bereits neue Verträge für drei Jahre – eine Befristung aus rechtlichen Gründen: In dieser Zeit finden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen statt. Danach gibt es die Option zur Vertragsverlängerung. In einzelnen Fällen gibt es noch keine neuen Verträge. Sie werden derzeit geprüft.

Zusätzlich schloss man vergangene Woche einen prätorischen Vergleich – eine Einigung vor Gericht. „Darin wird bestätigt, dass die Gemeinde die Flächen und bestehenden Verträge mit Subpächtern zurückgestellt hat. Somit haben sie mit den betreffenden Personen und Vereinen nichts mehr zu tun“, so eine Sprecherin von Esterhazy.

Sanierungen starten Ende Jänner

„Dies ist im Sinne einer ordnungsgemäßen Übergabe“, erklärt Bürgermeister Helmut Hareter (SPÖ). Eine Ausnahme bildet hier der Yachtclub (YCBb). „Der Yachtclub hat unserer Ansicht nach seit Jahrzehnten ein direktes Vertragsverhältnis mit Esterhazy, da der Club den Bestandzins direkt an Esterhazy zahlt“, so YC-Präsident Walter „Rasi“ Bajons. Nach Gesprächen 2018 kam es hier zu keiner Einigung (die BVZ berichtete, siehe hier und unten).

Der YCBb hatte das Gefühl, seine Infrastruktur (Clubgebäude, Seezugang und Kabanen) zu verlieren. Somit habe man kein Angebot mehr für die Mitglieder und sie könnten abwandern, so Bajons damals. Obwohl sich die Sportunion mit Esterhazy geeinigt hatte, um etwa Regatten zu sichern, gab es keine Einigung mit dem YCBb. Letztere wurde von Esterhazy aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Der blieb aber. Noch diese Woche soll es Gespräche mit Nutzergruppen geben, lässt Esterhazy wissen. Welche konnte aber noch nicht bekannt gegeben werden.

„Ich habe noch keine Gesprächseinladung erhalten“, erzählt Bajons. Er erwarte eine Räumungsklage. Aber: „Ich bin überzeugt, dass wir dieses Jahr noch Veranstaltungen machen können“, so Bajons, da eine Räumungsklage Zeit brauche.

Eine Sprecherin ergänzt: „Ab 28. Jänner starten die Sanierungsarbeiten an den Steganlangen der Marina West. Anfang Feber wird mit der Erweiterung der Liegeplätze begonnen.“ Erste Arbeiten am Parkplatz des Seebads haben mit vereinzelten Baumschlägerungen bereits begonnen.