Seebad Breitenbrunn: Welterbe-Rat zufrieden. Nach der Badesaison beginnt eine weitere Bauphase. Die BVZ zieht eine Zwischenbilanz über Baufortschritt des Projektes und die Bedeutung für die Umwelt des Sees.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 13. September 2020 (05:53)
Noch wird nicht gebaut; Wasserqualität laut der Bundesagentur AGES top.
BVZ;zVg

Der Bau des Seebades Breitenbrunn schreitet voran. Nachdem es von der Gemeinde nach Ende des Pachtvertrages wieder an die Esterhazy Betriebe gewandert war, wurde Anfang 2019 mit dem Bau begonnen.

Gebaut wird in drei Phasen, heißt es von der Esterhazy-Gruppe auf BVZ-Nachfrage. Da man sowohl auf Badegäste aus als auf die vielen seltenen Vogelarten Rücksicht nehmen muss, kann nämlich nur im Frühling und Herbst gebaut werden. Trotz Corona liegt man im Plan, heißt es von den Esterhazy Betrieben.

Wasserqualität laut der Bundesagentur AGES top.
BVZ

Anders wie etwa beim Mega-Bau in Fertörakos gibt es von den Umweltschützern kaum etwas zu beanstanden. Im Verein Welterbe sind die zwanzig Welterbe-Gemeinden, die Esterhazy Betriebe selbst, die Raaberbahn, der Burgenland Tourismus und die St. Martins Therme versammelt.

An Geschäftsführer Hannes Klein seien „die Projektwerber schon frühzeitig herangetreten“, erklärt er gegenüber der BVZ: „Es gab eine positive Weiterentwicklung der Planung. Die Projektwerber waren wirklich gewillt, die Positionen des Welterbe-Gestaltungsbeirates aufzunehmen und in das Projekt einfließen zu lassen. So gesehen war es ein vorbildliches Vorgehen, dass durch diesen fachlichen und sachlichen Diskurs auf Augenhöhe ein Ergebnis entstanden ist, das mehr ist als ein Kompromiss.“

Das letzte offene Fragezeichen bleibt der Rechtsstreit mit dem Yachtclub Breitenbrunn, dessen Präsident Walter „Rasi“ Bajons die Infrastruktur nicht verlieren möchte. „Das betrifft die derzeitigen Planungsschritte ohnehin nicht und hat auf die Seebadgestaltung keine Auswirkung “, so die Esterhazy Betriebe.