Tipps für ein sicheres Winter- und Skivergnügen. Seit Jahren führen Skiunfälle die Liste der häufigsten Sportunfälle in Österreich an.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 25. Januar 2019 (15:06)
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Symbolbild

Rund 29.400 Wintersportler verletzen sich jährlich beim Skifahren und Snowboarden. Wer den Skitag gesund und entspannt genießen möchte, sollte sich im Vorfeld gut vorbereiten und bei Lawinengefahr nur im gesicherten Skiraum fahren.

Skifahren zählt zu den beliebtesten Sportarten der Österreicher. Rund 3,2 Millionen Personen sind zumindest ab und zu auf den heimischen Pisten anzutreffen, etwa die Hälfte davon ist in den letzten 12 Monaten aktiv gefahren.

Übermut, Fehleinschätzungen und Ablenkung

Jahr für Jahr endet das Skivergnügen allerdings für viele Wintersportler im Krankenhaus: Rund 24.400 Personen verletzen sich in Österreich pro Jahr beim Skifahren, hinzu kommen rund 5.000 verletzte Snowboarder.

Knapp 6 von 10 Verletzungen sind Knochenbrüche, gefolgt von Sehnen- und Muskelverletzungen sowie Prellungen. Zu den häufigsten Unfallursachen zählen Übermut, Fehleinschätzungen sowie Ablenkung und Unachtsamkeit. „Skifahren ist eine Sportart, die sehr konzentriert an wenigen Tagen im Jahr ausgeübt wird. Wer sich körperlich nicht vorbereitet, überschätzt oftmals das eigene Können und ist dementsprechend einem höheren Unfall- und Verletzungsrisiko ausgesetzt“, so Mag. Kurt Svoboda Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.

"Sicherheit geht vor"

„In den Bergen gilt: Sicherheit geht vor! Beachten Sie daher unbedingt aktuelle Wetter- und Lawinenwarnungen und bleiben Sie im gesicherten Skiraum. Durch unvernünftiges Handeln bringt man nicht nur sich, sondern auch andere Sportler und womöglich freiwillige Helfer in Gefahr.“

Mehrheit schätzt Verletzungsrisiko hoch ein

Eine aktuelle Erhebung des KFV zeigt, dass sich Ski- und Snowboardfahrer durchaus des hohen Verletzungsrisikos bewusst sind: 78 Prozent der Befragten stufen das Verletzungsrisiko beim Skifahren und Snowboarden als hoch ein. Und: Beinahe jeder zweite Skifahrer gab an, in der vergangenen Saison gestürzt zu sein. Unter den unerfahreneren Ski- und Snowboardfahrern gaben 7 von 10 Personen an, in der vorhergehenden Saison mindestens ein Mal gestürzt zu sein.

„Anfängern und Personen, die sich auf den Skiern bzw. auf dem Snowboard unsicher fühlen, ist zu empfehlen, einen Skikurs zu besuchen und so die richtige Technik zu erlernen“, erläutert Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV.

„Zudem ist auf gute Ausrüstung zu achten – ein jährliches Skiservice sowie eine regelmäßige Bindungsüberprüfung sollte ebenso wie das Tragen eines Helmes selbstverständlich sein.“ Sollte es dennoch zu einem Notfall kommen, gilt es Ruhe zu bewahren und den Alpin-Notruf 140 oder die Euro Notrufnummer 112 zu wählen.