Thassos: Die Goldinsel ist ein wahrer Schatz. Noch immer ein Geheimtipp: Wo Zeus die Griechen mehr als reich beschenkt hat, da genießen auch Urlauber ein süßes Leben.

Von Udo Sagl. Erstellt am 07. Juni 2018 (10:05)

Erst sind es zwei, drei. Dann vier, fünf, sechs. Plötzlich ist es ein ganzer Schwarm. Dutzende Möwen begleiten die Fähre und präsentieren eine kunstvolle Flugshow, die schon die Anreise zu einem tollen Erlebnis macht. Und je näher man dem Ziel kommt, desto mehr zeigt sich: Thassos ist eine ganz besondere, eine wunderschöne Insel – von der Natur begünstigt wie kaum eine andere.

Zeus hat es mit den Menschen im äußersten Nordosten von Griechenland offenbar mehr als gut gemeint. Für sie ist ihre Heimatinsel ein wahrer Schatz. Und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes: In der Antike wurde Thassos wegen der wertvollen Bodenschätze auch Chryse („Goldene“) genannt.

Weingott Dionysos im Freudenrausch

Heute ist eher der Beiname „Smaragd“ geläufig. Denn ein grünes Meer aus Kiefern, Pinien, Zedern, Platanen, Kastanien und Eichen dehnt sich von Küste zu Küste aus. Mächtige Berge überragen die dichten Wälder, allen voran der 1.206 Meter hohe Ipsarion-Gipfel. Wanderer schätzen neben der paradiesischen Landschaft auch die urigen Bergdörfer und die immer wieder netten Begegnungen mit den gastfreundlichen Einheimischen.

„Woher kommst du?“, fragt Imker Ioannis, der neben dem Weg zum idyllischen Stausee von Maries ein bescheidenes Haus bewohnt. „Ah, Österreich? Austria ist gut. Da gibt es auch viel Gebirge.“

Spontan bietet Ioannis seine ganze Palette von Honig zum Verkosten an. „Wir haben hier ein süßes Leben“, sagt er verschmitzt, als er sein Rezept für eine Spezialmischung verrät: „Feigen mit Honig. Eine Götterspeise.“ Tatsächlich hat die Götterwelt edle Produkte der fruchtbaren Insel stets zu schätzen gewusst. Dionysos schwärmte gar: „Wein aus Thassos mit

seinem Apfelaroma scheint mir der beste von allen zu sein.“
Die vielfältigen Reize der Insel lernt man am besten bei einer Rundfahrt per Mietwagen kennen. Dabei ist die beschauliche Hauptstadt Limenas mit dem alten Hafen und den Ausgrabungen (Akropolis, Amphitheater) ebenso einen Ausflug wert wie etwa die Halbinsel Aliki mit ihren antiken Marmorsteinbrüchen oder das auf einem Felsen gebaute Kloster Archangelou.

Das Bergdorf mit dem „guten Rücken“

Auch ein Abstecher in das eine oder andere Bergdorf sollte auf dem Programm stehen: Während in Panagia und Theologos denkmalgeschützte Häuser zu bewundern sind, besticht Kallirachi („Guter Rücken“) mit seiner Felsenkulisse, die dem Ort seinen Namen gegeben hat.
Für einen Genussurlaub ganz wichtig: Lange Sand- und Kiesstrände, ruhige Badebuchten und glasklares Wasser bestimmen die Küstenlinie – eine perfekte Harmonie zwischen azurblauem Meer, dem Glanz der Sonne und idyllischer Ruhe. Die Bucht von Chrissi Ammoudia („Goldstrand“) gilt sogar als eine der schönsten Europas – ein wahrer Naturschatz.

 

Wissenswertes

Anreise: Direktflug von Wien nach Kavala; 40-minütige Überfahrt mit der Fähre.

Hoteltipps:

  • Hotel Alexandra Golden Boutique***** am „Goldstrand“ in Chrissi Ammoudia: Die hochmoderne Anlage gilt durch höchsten Komfort als Nummer 1 von Thassos, umfasst 65 Wohneinheiten, aufgeteilt auf mehrere einstöckige Gebäude in zwei Hotelteilen, die mit zwei Brücken über ein Flussbett verbunden sind.
  • Hotel Alexandra Beach Spa Resort****+ am Strand von Potos: Die weitläufige Hotelanlage ist auf Familien ausgerichtet und umfasst 230 Zimmer in mehreren Gebäuden, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Stammgäste loben vor allem auch die hervorragende Küche.

Infos und Buchungen: Spezialist für Griechenland und Zypern ist der Reiseveranstalter Attika Reisen (buchbar in Reisebüros oder unter www.attika.de), kostenlose Infoline aus Österreich (0800 111 166).

Sonderreisen mit Attika:

  • Aktivwoche „Insel Thassos“: Auf dem Programm stehen Wandern, Kanu- und Kajakfahren sowie kulinarische Genüsse.
  • Fotomotive „Emfasi Thassos“: Eine Woche lang geht es mit der Kamera zu den schönsten Plätzen der Insel.