Kraftplätze & Heilstätten: Wo die Kraft wohnt . Besondere Orte gibt’s viele in Niederösterreich. Besondere Orte mit besonderen Kräften gibt’s nur einige. Und die liegen fast alle im Waldviertel. Ein Ausflug zu Kraftplätzen und Kultstätten vom Hochwald bis zur Druidenklamm.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 16. November 2018 (05:07)
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Die Freimaurer? Die Ritter? Oder gar die Kelten? Wer die sieben Meter hohe Steinpyramide im Waldviertler Hochland errichtet hat, weiß man nicht.Nur so viel: Sie ist einer vongleich fünf Kraftplätzen in nächster Nähe von GroßGerungs.Tourismus
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„Da spürt man was!“ Sagt Liane Schuster. Eine Kraft. Eine Energie. Etwas, das es woanders nicht gibt. „Das“, meint die Groß Gerungser Stadträtin, „ist ja eine eigene Wissenschaft.“

Wobei: Die Wissenschaft, die war schon da. Vor ein paar Jahren zwar, „aber noch immer gültig“. Zwei Tage lang haben Biosensoriker und Bioenergetiker gemessen. Und festgestellt: Da ist eine Kraft, die auf den Menschen wirkt. Wie, das ist ganz unterschiedlich.

„Opferstein“ & „Riesenmurmeln“ im Hochwald bei Groß Gerungs und am Rand der Blockheide bei Gmünd.
Baumgartner

„Es gibt Plätze, die aufladen. Und es gibt Plätze, die beruhigen“, erklärt Liane Schuster. Die 500 Tonnen schwere und sieben Meter große „Weltkugel“ etwa, die auf Herz und Kreislauf wirkt. Oder der mit Leitern ersteigbare und mit einem Hörtrichter erhörbare „Kierlingstein“, der auf das vegetative Nervensystem wirkt. Oder die Klauskapelle, deren Glocke Wünsche erfüllen soll.

Fünf dieser Kraftplätze, alle im Hochwald im Gemeindegebiet von Groß Gerungs, hat man unter dem Namen Kraftarena zusammengefasst. Parkplätze beschildert, Wanderwege ausgebaut und gerade erst wieder umgelegt. Und sogar Wünschelruten aufgelegt, am Gemeindeamt und beim Wirten, mit denen man allein oder mit Führer unterwegs sein kann.

„Opferstein“ & „Riesenmurmeln“ im Hochwald bei Groß Gerungs und am Rand der Blockheide bei Gmünd.
Baumgartner

Wünschelruten werden an einem ganz anderen Kraftplatz auch empfohlen. Nämlich in der Ysper klamm, ganz im Süden des nördlichsten Viertels. Dort sollen sich einst Druiden im Steinkreis getroffen haben. Dort sitzen ein „Hund“, eine „Sphinx“ und 13 Schalensteine am Berg. Und davor rauscht die Große Ysper über 300 Meter in die Tiefe.

Nicht in der Tiefe, sondern auf der Hochebene, genauer: in der Heide liegen das „Teufelsbett“, die „Koboldsteine“ oder die „Sonnenuhr“, alle riesenhaft, alle uralt, alle aus Granit. Was man in der Heide oder in der Klamm oder im Hochwald am besten macht? „Sich auf ein Bankerl setzen“, sagt Liane Schuster, „und spüren …“