Der März brachte den Frühling. Der März war in Süd- und Ostösterreich sehr trocken, die Temperaturbilanz präsentiert sich aber trotz neuer Stationsrekorde am Monatsende ausgeglichen.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion BVZ.at. Erstellt am 31. März 2021 (11:54)
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Der März schließt in ganz Österreich durchschnittlich ab. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) war der erste Frühlingsmonat zudem vor allem im Süden und Osten sehr trocken, so gab es in Osttirol und Oberkärnten sowie im Nordburgenland teils weniger als 10 % Niederschlag wie in einem durchschnittlichen März. Vom Arlberg über das Karwendel bis ins Salzkammergut war es dagegen durchschnittlich nass.

Nur geringe Temperaturabweichungen

Im Vergleich zum Mittel von 1981 bis 2010 schließt der März heuer durschnittlich mit einer Abweichung von +0.2 Grad durchschnittlich ab. „Nennenswerte Abweichungen von knapp über +0,5 Grad findet man nur im Süd- und Mittelburgenland, im Mühl- und Waldviertel sowie im Klagenfurter Becken“, analysiert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale.

Einmal mehr zu kalt verlief der Monat dagegen in Osttirol sowie stellenweise auch im Tiroler Oberland, so war es in Lienz und Nauders etwa 1 Grad kälter als im langjährigen Mittel. Die durchschnittliche Gesamtbilanz setzt sich aber unter anderem durch einen längere kühle Phase in der zweiten Monatshälfte und einem sehr warmen Monatsende zusammen.

„Während zum astronomischen Frühlingsbeginn vor allem in mittleren Höhenlagen der Nordalpen und des Alpenostrands noch ein Eistag verzeichnet wurde, gab es am Monatsende etwa in Wolkersdorf bereits den ersten Sommertag“, analysiert der Experte.

Am Monatsende wurden auch an mehr als 20 Stationen neue Monatsrekorde aufgestellt, wie etwa in Wolkersdorf (NÖ), Wien-Donaufeld (W), Andau (B), St. Andrä im Lavanttal (K), Brand (V), Brenner (T) oder Hartberg (ST).

Monatsrückblick in Zeiten des Klimawandels

In diesem Jahr findet erstmals das neue Klimamittel von 1991 bis 2020 seine Anwendung. Am Beispiel des heurigen Jänners zeigt sich dabei gleich eindrucksvoll der Trend zu einem immer wärmer werdenden Klima in den vergangenen Jahren.

Vergleicht man nämlich den März 2021 mit dem bisher gültigen Klimamittel (1981-2010), so bilanziert der Monat wie eingangs beschrieben nahezu ausgeglichen temperiert. Im Vergleich zum noch älteren Klimamittel 1961-1990 war der Monat etwa 0,7 Grad zu warm. Stellt man den März 2021 aber in Relation zum neuesten Klimamittel, so fiel der zurückliegende Monat eine Spur zu kühl aus.

Sehr trocken im Süden und Osten

Die Kombination aus Hochdruckeinfluss und Nordlagen hat im Süden und Osten Österreichs für sehr trockene Verhältnisse im vergangenen Monat gesorgt. „Von Osttirol über Kärnten bis ins Burgenland gab es meist nur 5 bis 15 % der üblichen Niederschlagsmenge“, so Spatzierer.

Der relativ trockenste Ort war Döllach mit nur 3% des Solls, gefolgt von Sillian mit 4, Dellach mit 5 und Eisenstadt mit 6%. Ganz anders präsentiert sich die Bilanz in den Nordalpen: Besonders vom 14. bis zum 22. gab es hier reichlich Neuschnee, teils sank die Schneefallgrenze sogar bis in tiefe Lagen ab.

Die Kältewelle gipfelte am kalendarischen Frühlingsbeginn, so lag am 20. März in 6 von 9 Landeshauptstädten eine zumindest dünne Schneedecke. Besonders viel Schnee gab es in Salzburg, hier wurde mit 23 cm am 19. sogar die höchste Märzschneehöhe seit 2006 verzeichnet und am 21. gab es mit maximal -0,7 Grad noch einen Eistag. Auch Innsbruck verzeichnete am 23. immerhin 19 cm Schnee am Flughafen.

Sonniger März

Das Soll an Sonnenstunden wurde im März überall erreicht oder übertroffen. Besonders markant fallen die Abweichungen von Osttirol über die südliche Steiermark bis in Südburgenland sowie in den Ötztaler Alpen aus, hier wurden meist 130%, im Klagenfurter Becken örtlich auch 140% der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Nahezu durchschnittlich sonnig war der Monat hingegen im Most- und Waldviertel. Die absolut sonnigsten Orte waren Sillian, Dellach und Kornat.