SUV als ideales „Seniorenauto“. Das „Sport Utility Vehicle“ ist für die ältere Generation höchst interessant. Worauf Sie achten sollten!

Von BVZ Redaktion und NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Februar 2018 (11:05)
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Symbolbild

„Seniorenauto“ – diesen Begriff hört man in der Autobranche nicht immer sehr gerne, will man doch jugendlich, cool, spritzig sein. Wenngleich: Das Durchschnittsalter des Privatkäufers liegt mittlerweile bei über 50 Jahren (Tendenz steigend) … Obwohl das Thema „Mobilität im Alter“ immer wichtiger wird, kennt die Automobilbranche nur Nutzerprofile und keine spezifischen Altersgruppen.

Aus diesem Grund findet auch keine richtige Aufklärung bei älteren Käufern statt, was von der Senioren-Lobby natürlich bemängelt wird. Autofahren sollte weder eine technische noch logistische Herausforderung sein. Stattdessen muss das Fahren im Straßenverkehr auch im Alter noch Fahrspaß und Komfort garantieren. ARBÖ-Pressesprecher Sebastian Obrecht sagt Ihnen, welche Punkte ein „Seniorenauto“ erfüllen sollte:

  1. Ältere Menschen bevorzugen generell eine erhöhte Sitzposition. Die gewährleistet nicht nur ein bequemeres Ein- und Aussteigen. Auch die Übersicht (ideal dafür sind auch schmale B- und C-Säulen sowie große Fenster) auf das Fahrzeuggeschehen ist besser, und das hilft wiederum beim Rangieren.
  2. Apropos Rangieren. Wenn das Alter die Gelenkigkeit reduziert, helfen beim Rangieren Einparkhilfen und Rückfahrkameras, die schon lange nicht mehr ein Privileg der Ober- und Luxusklasse sind. Ebenso wie das Navigationssystem.
  3. Bleiben wir gleich bei den Assistenzsystemen. Man sollte vermeiden, alles reinzupacken – aber es gibt schon einige empfehlenswerte Goodies, wie zum Beispiel Toter-Winkel-Warner oder Notbremsassistent. Tipp: Besuchen Sie zwei, drei Monate nach dem Autokauf noch einmal den Händler oder einen Autofahrerclub – und gehen Sie alle Assistenzsysteme noch einmal durch.
  4. Eine gute Ergonomie und ausreichend Verstellmöglichkeiten bei den Sitzen und dem Lenkrad qualifizieren jedes Fahrzeug, unabhängig vom Alter des Käufers (keinen Dreitürer kaufen, die Sicherheitsgurte sind hier zu weit hinten angebracht). Ebenfalls wichtig bei einem „Seniorenauto“: Das Fahrzeug sollte eine gewisse Größe haben – schließlich müssen ja die Enkelkinder bequem transportiert werden. Und: Senioren oder ihre Partner haben oft Probleme mit der Mobilität und benötigen Gehstützen, Rollatoren oder Rollstühle. Deshalb ist es wichtig, dass diese Hilfsmittel entweder auf dem Rücksitz oder im Kofferraum Platz finden und die Ladekante des Kofferraums nicht zu hoch und daher unpraktisch ist.
  5. Eine nicht unwichtige Rolle spielen auch die Bedienkräfte der Komponenten. Natürlich ist ein Endsechziger, der noch jedes Jahr das goldene Sportabzeichen ablegt, per se in den Beinen kräftig genug, eine Feststellbremse mit kräftigem Tritt zu fixieren, eine elektrische Parkbremse erzielt den gleichen Effekt jedoch per bequemem Tastendruck. Generell gilt: So wenig Schalter wie möglich.
  6. Gern bestellen ältere Käufer ihr neues Gefährt mit einer Automatik, denn so lenkt die Schaltarbeit weniger vom Verkehrsgeschehen ab. Moderne Schaltautomaten wechseln die Gangstufen schneller, präziser und wirtschaftlicher.

Unter dem Strich sind SUVs ideale „Seniorenautos“, aber auch Vans sind für die ältere Generation nicht uninteressant.