Niederösterreich

Erstellt am 08. Januar 2019, 01:20

von Christine Haiderer

Ernährung: Mit gutem Gewissen. Wer im neuen Jahr eine gesündere Ernährung anstrebt, der kann darauf achten, wo und was er einkauft oder vielleicht auch selbst anbaut.

Gesündere Ernährung hat auch damit zu tun, was man einkauft.  |  S L/Shutterstock.com

Mehr Sport, weniger ungesundes Essen, weniger Alkohol, weniger rauchen … Im neuen Jahr soll alles besser werden. Womit man anfangen kann? Vielleicht mit dem richtigen Einkauf. „Planen Sie Ihren Einkauf – das spart Zeit und Geld!“, rät etwa Astrid Laimighofer, Ernährungsexpertin aus Perchtoldsdorf. Und: „Achten Sie auch bei Ihrem täglichen Lebensmitteleinkauf auf Nachhaltigkeit. Das inkludiert Bio-Produkte, Saisonalität, Regionalität, aber auch soziale Verantwortung.“

Was das mit der Gesundheit zu tun hat? „Regionale und saisonale Lebensmittel sind für die Gesundheit förderlich“, so Laimighofer. Warum? „Sie können länger an der Pflanze reifen und so mehr Nährstoffe ausbilden. Zudem werden lange Transportwege vermieden, der CO2-Fußabdruck ist geringer.“ Und das wiederum ist gut für Klima und Gesundheit. Darüber hinaus hat der Einkauf von regionalen Lebensmitteln den Vorteil: „Wir fördern unsere Landwirtschaft zuhause.“ Beim Einkauf achten kann man auch auf biologische Lebensmittel. Warum? „Wer zu Bio-Lebensmitteln greift, kauft in der Regel weniger Schadstoffe, keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Antibiotika. In der Produktion werden weniger Farbstoffe oder andere Zusatzstoffe verwendet“, so Laimighofer. „Außerdem sind Bio-Produkte gentechnisch nicht verändert.“

Und: „Obst und Gemüse, aber auch Getreideprodukte enthalten zudem zumeist mehr Vitamine und Mineralstoffe. Bio-Milch enthält beispielsweise zudem mehr an Omega-3-Fettsäuren als herkömmliche Milch.“

Bio: gesund & klimafreundlich

Bio-Lebensmittel übrigens sind auch für all jene empfehlenswert, die sich im neuen Jahr vorgenommen haben, klimafreundlicher zu ernähren. Denn: „Der Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel in der biologischen Landwirtschaft bedeutet weniger Energieaufwand bei der Lebensmittelproduktion. Schonend bearbeitete und gesunde Böden mit einer guten Humusschicht können mehr klimaschädliches CO2.

aus der Luft binden“, verrät die Initiative „So schmeckt NÖ“. Zudem kann man darauf achten, wo man einkauft. Der Weg zum Hofladen oder Markt etwa ist oft kürzer. Und kleine Bio-Läden bieten Lebensmittel bereits unverpackt an, um Verpackungen zu vermeiden.

Gesundes für Speisen kann man übrigens auch selbst anbauen. Und das auch im Winter. Wie zum Beispiel Sprossen (Keimlinge und Sämlinge). Sie brauchen nur ein paar Tage zum Keimen und liefern Vitamine, verrät Natur im Garten. „Um gut wachsen zu können, aber auch, um die Saat keimfrei zu halten, werden die Sprossen am besten zwei Mal täglich gründlich mit klarem Wasser gespült“, rät Katja Batakovic, die fachliche Leiterin der Aktion „Natur im Garten“.