Ode an den Brokkoli - die natürlichste Medizin der Welt. Brokkoli enthält eine Vielzahl hochkarätiger Wirkstoffe, die vor Krebs und anderen Krankheiten schützen können. Bei der Zubereitung des Brokkolis ist jedoch Sorgfalt geboten, damit die heilsamen Stoffe nicht zerstört werden.

Von Sara-Lisa Gossy-Gamperl. Erstellt am 15. Juli 2021 (04:04)
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Oh Brokkoli, mein Brokkoli! Was bin ich für ein Fan von dir! Obwohl nicht jeder so über Brokkoli denkt, zählt er tatsächlich zu den gesündesten Gemüsesorten. Genau deshalb sollten die grünen Röschen öfter auf dem Teller landen. 

Brokkoli - der Star unter den Gemüsesorten

Wertvoll Vitamine und Mineralstoffe, sowie stark schützende Antioxidantien stecken in dem zu Unrecht unbeliebten Gemüse. Zuerst mal sollte man wissen, dass Brokkoli zu der Familie der Kreuzblütlergewächse gehört und dass nicht nur die Röschen essbar sind, sondern auch der Stängel und die Blätter! Kreuzblütlergemüse wie Brokkoli, beugt potenzielle DNA-Schäden vor und kann sogar das Metastasenwachstum von Krebs eindämmen. Dieser Wahnsinns-Wirkstoff, der ausschließlich bei den Kreuzblütlern zu finden ist, heißt Sulforaphan. Dieser kann sogar dabei helfen unsere Sehkraft und unser Gehirn zu schützen. 

Beim Kochen von Brokkoli wird genau dieser Wirkstoff unterdrückt bzw. das Enzym welches für die Bildung zuständig ist, wird deaktiviert. Fragen Sie sich jetzt vielleicht ob die Brokkolisuppe überhaupt gesund ist? Wo doch der Brokkoli vorher gekocht wird und dann püriert? Die Antwort lautet: Jein. Wenn Sie das Maximum aus dem Brokkoli holen wollen, weil er einfach das beste natürliche Medikament der Welt ist, dann sollten sie die Suppe andersrum machen. Also zuerst in roher Form pürieren und dann eine Dreiviertelstunde warten, bis sie es kochen. Klingt komisch und ungewohnt, aber nur auf diese Weise, kann der Brokkoli seine Fähigkeiten wirken lassen. Wenn Sie keine Dreiviertelstunde Zeit haben, streuen Sie einfach ein bisschen Senfpulver über das pürierte Gemüse, so wird die Produktion Sulforaphan wieder aktiviert! S Also nochmal zusammengefasst: geben Sie dem Mini-Bäumchen eine Chance und laden es öfter in Ihre Küche ein. Wir haben zwei leckere Rezepte mit Brokkoli für Sie gesammelt. 

Brokkoli-Bohnen-Salat

  • 1 Brokkoli (in Röschen geteilt)
  • 1 Dose schwarze Bohnen
  • 1 rote Zwiebel (fein geschnitten)
  • 50 getrocknete Tomaten (grob gehackt)
  • 6 EL Apfelessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 15 ml Ahornsirup
  • Salz

Dressing:

  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Limette
  • 3 EL pflanzliche Milch
  • 2 EL Nussmuss (z.B. Mandel- oder Cashewmus aus dem Bioladen)
  • Salz

Zuerst legen wir die geschnittene Zwiebel in eine Schale und marinieren ihn mit 2 EL Apfelessig und 1 Esslöffel Ahornsirup. Mit Wasser aufgießen, so das alles bedeckt ist, dann vermischen und eine Stunde ziehen lassen.

Ofen auf 190 Grad Celsius Umluft vorheizen.

Die Brokkoli-Röschen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Olivenöl beträufeln und etwas salzen. Jetzt zehn Minuten backen und danach in eine große Schüssel legen. Für das Dressing nun das Nussmus, die Sojasauce, Pflanzliche Milch, sowie den Saft der Limette und etwas Salz in einer Schüssel verrühren. Die Zwiebeln abgießen und mit den gehackten Tomaten und den abgetropften Bohnen zum Brokkoli in die Schüssel geben. Jetzt das Dressing darüber gießen und alle gut vermischen.

Brokkoli-Kichererbsen-Pfanne

  • 1 Brokkoli (in Röschen geschnitten)
  • 1 Dose Kichererbsen (abgespült und abgetropft)
  • 1 Zwiebel (gewürfelt)
  • 5 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • 1 EL Öl
  • 1 EL frischer Ingwer (fein gehackt)
  • 1 TL Paprika
  • 1/2 TL geräucherter Paprika
  • Pfeffer, Salz, Prise Chili
  • 80 ml Gemüsesuppe
  • Reis zum Servieren

Für die Sauce:

  • 120 ml Wasser
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL Weißer Balsamico
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 EL Maisstärke

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und alle Gewürze für ca. 4 Minuten braten. Brokkoliröschen und die Gemüsesuppe hinzugeben und 10 Minuten weiterbraten bis der Brokkoli zart ist. In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten: dafür in einer Schüssel das Wasser, die Sojasauce, den Essig, Ahornsirup und die Maisstärke gut vermischen. Jetzt die Sauce in eine Pfanne geben und die Kichererbsen hineingeben. Die Sauce zum Köcheln bringen und ein paar Minuten weiterbraten. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Mit Reis servieren.