Süß - sauer- Ribisel! Sauer macht lustig und gesund!. Mit ihren vielen Vitaminen und Mineralstoffen gehört die Ribisel zum heimischen Superfood. Die Reifezeit hat längst begonnen und geerntet wird noch bis Ende August. Also ran an die Beeren!

Von Sara-Lisa Gossy-Gamperl. Erstellt am 22. Juli 2021 (07:10)
Sali vor Gericht
Sali vor Gericht
Nitr, Shutterstock.com / Adehoidar, Shutterstock.com / BVZ

Unter „Ribisel“ sind die prallgefüllten Beeren ja eher in Österreich bekannt, ansonsten werden sie als „Johannisbeeren“ bezeichnet. Der botanische Begriff „Ribes“ war dann doch zu langweilig und wurde von den Österreichern bald verniedlicht. Der eigentliche Name Johannisbeere ist auf den Geburtstag von Johannes dem Täufer am 24. Juni zurückzuführen und ab dann können meist auch die ersten Beeren gepflückt werden.

Im Burgenland gibt es zwei Arten: Die Rot-Ribisel und die Stachelbeere, doch Sorten gibt es mehr als 50. Erst gestern hat mich meine liebe Nachbarin informiert, dass wir jederzeit Ribiseln pflücken kommen dürfen. Brrrrr, also bei mir zieht sich da ja gleich alles zusammen, aber meine Tochter liebt sie. Und das ist auch gut so, denn Ribisel gelten als wahre Vitaminbomben unter den Beeren. 

Vier Mal so viel Vitamin C wie Zitrusfrüchte

In ca. 100 Gramm Ribiseln stecken viermal mehr Vitamin C als in der gleichen Menge Zitronen! Die schwarzen Johannisbeeren enthalten sogar noch mehr davon als die roten. Wertvolle Vitamine wie A, B und E, sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Zink und Selen versorgen gut unseren Körper. Außerdem sind Ribiseln reich an Flavonoiden, welche zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und uns vor Krankheiten schützen. Alle diese wertvollen Inhaltsstoffe bekommen wir am besten in frischer Form geliefert. Die kleinen Früchte sollten auch besser frisch verzehrt werden, da sie nicht gerne gelagert werden.

Sali vor Gericht BVZ
Adehoidar/shutterstock.com

Am besten die grünen Stiele dran lassen und maximal drei Tage im Kühlschrank locker lagern - Einfrieren ist auch kein Problem. Neben klassischem Kompott und Säften, kann man mit Ribiseln auch geniale pikante Rezepte zaubern! Wie wär’s mit knusprig getoasteten Baguettescheiben und einer Ribisel-Feta-Creme? Oder gefüllte Melanzani mit Ribisel und Joghurt? Oh jaaa, das klingt lecker, oder?

Ribisel-Feta-Creme auf getoastetem Baguette

Zutaten für 8 Scheiben:

  • 100 g Ribiseln
  • 6 EL Pinienkerne
  • 250 g Feta
  • 4 EL Sojajoghurt
  • 15 Stück Minze Blätter
  • Salz, Pfeffer

Zuerst die Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne goldgelb rösten. Auskühlen lassen und die Hälfte davon fein hacken. Den Feta mit der Gabel zerdrücken und mit dem Joghurt und den gehackten Pinienkernen vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Ribisel unterheben. Die Brotscheiben in einer Pfanne ohne Öl auf beiden Seiten rösten und auskühlen lassen. Abschließend die Brote mit der Creme bestreichen und den restlichen Pinienkernen und der Minze bestreuen.

Gefüllte Melanzani mit Ribisel & Joghurt

Für 4 Personen:

  • 4 kleine Melanzani
  • 300 g Ribisel
  • 2 EL Zitronensaft
  • 75 g Soja-Frischkäse
  • 100 g Soja-Joghurt Natur
  • Sprossen und Oregano zum Garnieren
  • Salz

Als erstes den Backofen vorheizen (Umluft 175 Grad).

Melanzani waschen, trocken tupfen und längs halbieren. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausnehmen und etwas Rand übriglassen. Nun die Melanzani-Hälften mit der Zitrone beträufeln und salzen. Die Ribisel waschen, trocken schütteln und vom Stiel lösen.

Jetzt den Frischkäse und das Joghurt verrühren und mit Salz abschmecken. Die Ribisel unterheben und die Melanzani damit füllen. Nun die Melanzani Hälften auf ein geöltes Backblech (oder eine Auflaufform) legen und ca. 25 Minuten backen. Vor dem Servieren mit Sprossen und Oregano garnieren.