Plastic Free July 2019. Bloggerin Carina Werba (www.mobyforty.com) gibt Tipps und einen Erfahrungsbericht zum Plastikverzicht,

Von Carina Werba. Erstellt am 09. Juli 2019 (11:00)
Carina Werba aka Mobyforty
Plastikalternativen

Vor fast genau einem Jahr wurde ich auf die Plastic Free July Challenge aufmerksam. Angeregt durch die Reportage über Plastik des National Geographic habe ich mich begonnen genauer mit der Plastic Free July Challenge auseinanderzusetzen und mir meine persönliche Challenge zu setzen.

Was ist der Plastic Free July?

Der Plastic Free July versteht sich als globale Bewegung, die in Australien im Jahr 2011 ihren Ursprung nahm. Der Name wurde deshalb gewählt, da es sich um den ersten Monat nach der persönlichen Entschlussfassung handelte, in dem die Gründer dieser Bewegung ohne Einwegplastik ausgekommen sind.

Stück für Stück erregte die Bewegung Aufmerksamkeit, zuerst in Australien und mittlerweile in 177 Ländern der Erde. Bisher haben sich gut 120 Millionen Menschen der Challenge angeschlossen. 

Meine persönliche Challenge

Ich habe bereits das gesamte letzte Jahr versucht Einwegplastik zu vermeiden, bin aber immer wieder an meine Grenzen gestoßen. Zum Beispiel, weil ich mir keine Jause (=Snack) eingepackt hatte. Immer wieder habe ich meinen “To Go” Kaffeebecher zuhause stehen gelassen. Zum Glück denke ich fast immer an meine Wasserflasche. 

Beim Einkaufen habe ich leider auch immer wieder auf verpackte Lebensmittel zurückgegriffen. Auch aus Bequemlichkeit natürlich, oder auch nicht. Es stellt sich doch die Frage was wirtschaftlicher ist.

Einmal auch etwas Verpacktes zu kaufen oder in mehrere Geschäfte zu fahren um unverpackt zu kaufen. Natürlich ist dann Verzicht auch eine Möglichkeit.

Für den Plastic Free July 2019 habe ich mir daher vorgenommen:

  • Ich packe immer meine Getränkeflasche und den Coffee to Go Becher ein. Sollte ich meinen Coffee to Go Becher vergessen, dann werde ich auch keinen Kaffee unterwegs kaufen (außer ich trinke ihn im Kaffeehaus).
  • Lebensmittel versuche ich so weit als möglich unverpackt zu kaufen. Das bedeutet auch, dass ich zuerst einmal zuhause nachsehe, was ich noch alles verkochen kann. Obst und Gemüse werde ich bei einem lokalen Händler kaufen. Und dazu bemühe ich mich zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad hinzufahren.
  • Um auch für spontane Einkäufe gerüstet zu sein, packe ich eine Baumwolltasche und 2 Gemüsenetze immer in meinen Rucksack|meine Tasche.
  • Zusätzlich versuche ich wieder meinen Fleischkonsum extrem einzuschränken.
  • Finally werde ich mein Badezimmer endgültig auf ein Zero Waste Badezimmer umstellen. Viel fehlt nicht mehr, aber die letzen Schritte wollen noch gegangen werden. 

Diese fünf Punkte scheinen gar nicht aufwändig zu sein, aber ich weiß, dass auch diese eine Herausforderung für den Alltag darstellen. Zum Glück geht es beim Plastic Free July nicht darum perfekt zu sein, sondern sich für ein Teil entscheidet, das man eben im Juli vermeiden sollte.

Join the movement

Beim plastikfreien Juli mitzumachen ist keine Hexerei. Einfach beginnen. Es gibt viele Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen. So könntest du zum Beispiel statt der Plastikfolie Bienenwachstücher verwenden, um Teller oder Gemüse/Obst abzudecken.

Bienenwachstücher kann man auch ganz einfach selbst herstellen. Aber nicht einmal Bienenwachstücher sind unbedingt notwendig um Lebensmittelreste abzudecken. Warum nicht einfach mit einem zweiten Teller abdecken?

Bist du auch ein Coffee-o-holic? Hast aber keinen Mehrwegbecher? Warum nicht einfach ein Marmeladeglas verwenden? In vielen Shops gibt es mittlerweile sogar Rabatte wenn man sein eigenes Gefäß mitnimmt. Einmachgläser eignen sich auch wunderbar um sich eine Jause einzupacken.

Oder, ist es überhaupt notwendig Unmengen an Abschminkpads zu verbrauchen? Der gute alte Waschlappen leistet auch gute Dienste. Und der Klassiker unter den ersten Schritten ist einfach an einen Einkaufskorb oder eine Baumwolltasche zu denken.

Du siehst, es ist nicht schwer. Man muss nur ein wenig umdenken.

Schließe dich an und wähle auch du ein Stück Einwegplastik, auf das du bewusst einen Monat verzichten möchtest.