Anzuchterde selbst gemacht. Die mit Freuden erwartete Gartensaison beginnt jetzt mit der Gemüsevorzucht im Haus, für ein gutes Gedeihen eurer Gartenschätze braucht ihr vor allem qualitativ hochwertige Anzuchterde.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion BVZ.at. Erstellt am 11. März 2021 (08:19)
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Wenn man Zugang zu den Ausgangsstoffen hat, kann man sie auch selbst mischen, denn sie ist einfach herzustellen und so besonders preiswert. Wer die Erde lieber kauft, sollte verantwortungsbewusst stets zu torffreien Substraten greifen. Unter dem Motto „Torffrei – sei dabei!“ unterstützt die Bewegung „Natur im Garten“ gerne bei der Wahl geeigneter Produkte, um gemeinsam und nachhaltig für ein gesundes Morgen zu sorgen.

„Der Fachhandel bietet ein breites Sortiment an hochqualitativen, torffreien Substraten. Der Verzicht auf Torf ist eines der drei Kernkriterien der Bewegung ‚Natur im Garten‘, da torffreies Gärtnern sowohl dem Klima- als auch dem Artenschutz dienlich ist. Durch den Torfabbau werden wertvolle Moorlandschaften unwiederbringlich zerstört und große Mengen des im Torf gebundenen, klimaschädlichen Kohlendioxids freigesetzt. Dies können Sie durch den Kauf torffreier Produkte verhindern“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Anzuchterde sollte stets nährstoffarm sein, damit die zarten Wurzeln der Jungpflanzen fleißig zum Wachstum angeregt werden. Die selbst gemachte Anzuchterde besteht zu einem Teil aus magerer Gartenerde, bestens hierfür geeignet ist z.B. Erde vom Maulwurfshügel. Siebt die Erde vorab, denn die kleinen Pflänzchen haben feinkrümeliges Substrat besonders gern. Um für empfindliche Kulturen zudem sicherzugehen, dass die Erde frei von Krankheitskeimen und Unkrautsamen ist, können Sie diese bei 120°C im Backofen für 30 Minuten sterilisieren. Mischt die so vorbereitete Gartenerde dann mit voll ausgereiftem Kompost und Quarzsand (Korngrößen von 0,25-2 mm, Sandkisten Spielsand ist ungeeignet) zu gleichen Teilen in einem großen Mischbehältnis gut durch.