Laub im Garten sinnvoll nutzen

Erstellt am 21. September 2022 | 08:26
Lesezeit: 3 Min
"Normales" Herbstwetter in den kommenden Tagen
Symbolbild
Foto: APA (dpa)
Am richtigen Ort genutzt, ist gesundes Laub für Naturgärtnerinnen und Naturgärtner eine wertvolle Ressource.
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Laub als organisches Material und Futter für die Bodenlebewesen wieder dem natürlichen Kreislauf zuzuführen, spart Mehrarbeit und Geld für Abtransport und Entsorgung. Zudem überwintern im Laub zahlreiche Nützlinge, die uns helfen, Schädlinge ökologisch in Schach zu halten.

Nützlinge schonen

Von einigen Bereichen wie Wegen, Zufahrten, Dachrinnen, Rasenflächen oder aus dem Gartenteich sollte das bunte Blattwerk weggeräumt und anderenorts im Garten sinnvoll eingesetzt werden. Verzichtet hierbei auf den Einsatz von Laubsaugern, um Nützlinge zu schonen. Von Krankheiten oder Schädlingen befallenes Laub gilt es zu entfernen, um einer Neuinfektion im Frühjahr vorzubeugen.    

„Nutzen Sie gesundes Herbstlaub zum Mulchen im Gemüsebeet sowie unter Hecken, Sträuchern und auf Staudenbeeten. Es eignet sich auch als Winterschutz für Kübelpflanzen sowie zur Herstellung von Laub-/Kompost. Laub-Asthaufen in geschützten, ruhigen Bereichen des Gartens dienen neben dem Igel auch zahlreichen anderen Nützlingen als Winterquartier“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Entfernt unter Rosen abgefallenes Laub, wenn dieses von Rosenrost oder Sternrußtau befallen ist, da die Sporen im Falllaub überwintern. Den Sternrußtau erkennt ihr an runden, bräunlichen Flecken an der Blattoberseite, welche an den Rändern häufig sternartig auseinanderlaufen. Auffällig sind auch die gelb-roten Flecken des Rosenrosts, welcher zudem an der Blattunterseite pustelartige, orange Sporenlager bildet.

Maßnahmen gegen Kastanienminiermotte

Zur Eindämmung der Kastanienminiermotte stellt das Entfernen des Falllaubes im Herbst die wichtigste Maßnahme dar. Im Gegenlicht ist das durch die Miniergänge der Larven hervorgerufene, typische Schadbild deutlich zu erkennen. Die Motte überwintert als Puppe im Laub, um im Folgejahr erneut Eier auf der Blattoberseite abzulegen. Besonders bewährt hat es sich daher, das Rosskastanienlaub für die Kompostierung möglichst fein z.B. mit dem Rasenmäher zu häckseln.

Im Falle von Sternrußtau, Rosenrost oder der Kastanienminiermotte (nur gehäckseltes Laub!) kann das Laub kompostiert werden. Dabei ist es wichtig, das Material mittig in den Komposthaufen einzubringen und mit einer dünnen Erdschicht zu bedecken. Durch den Zersetzungsprozess werden die krankheitserregenden Organismen unschädlich gemacht.

Unsere „Natur im Garten“ Plattform www.gartentelefon24.at unterstützt dabei, die am häufigsten im Garten auftretenden Schädlinge und Krankheiten an Pflanzen zu erkennen und umweltfreundliche, vorbeugende und bekämpfende Maßnahmen dagegen zu treffen.